Regional / Freitag, 6.Februar.2015

Gelsenkirchen: Strukturwandel aktiv gestalten

Im neuen Jahr will die Fraktion PRO NRW schon aktiv Akzente in der Kommunalpolitik setzen. So stellte die Fraktion den Antrag (Antrag an den Stadtrat), zu prüfen, ob es möglich sei, Gelsenkirchen als Tagungsstandort zu etablieren.

Deutschland belegt europaweit den ersten Platz als Tagungsland in der heutigen Zeit. Dies stellte auch der GCB –German Convention Bureau e.V.- eindrucksvoll heraus.

Somit sieht nicht nur der Verein eine Zukunft von Tagungen und Kongressen als neue Branche in Deutschland. Dies könnte für Gelsenkirchen ein enormer Schritt im Zuge des Strukturwandels sein. Mit einem Ausbau von Tagungsmöglichkeiten profitiert unsere Stadt doppelt. Durch den „Tagungstourismus“ können neue Firmen und Menschen unsere Stadt kennenlernen und würden somit, in der Regel, mehrere Tage in unserer Stadt verbringen.

Durch eine geschickte Marketingstrategie kann Gelsenkirchen von dieser neuen Branche profitieren. Neben Einnahmen für Gelsenkirchener Unternehmen können somit auch neue Arbeitsplätze entstehen. Bei einer Arbeitslosenquote von ca. 15% sollte die Politik schon „gezwungen“ sein, neue Ideen zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu entwickeln.

Hauer_MTÜ_neu„Gerade der Blick über den Tellerrand ist wichtig. So hat Deutschland z.B. sehr gute Wirtschaftsbeziehungen mit China. Im Jahr 2013 lag das Handelsvolumen bei über 140 Milliarden Euro. Somit ist Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner von China in Europa. Über 5000 deutsche Firmen sind in China tätig und ca. 900 chinesische Firmen in Deutschland. Ich gehe davon aus, dass diese Handelsbeziehungen in Zukunft wachsen werden. Daher könnte man sich z.B. eine Marketingkonzept im Zuge der Handelskooperation mit China erarbeiten.“, so der Fraktionsvorsitzende Hauer.

Dies war ein Beispiel für einen Ansatz eines Marketingkonzeptes. Vor allem spielen die wirtschaftlichen Beziehungen der einzelnen Handelsländer eine wichtige Rolle im Zuge der Geschäftsreisen und damit verbundenen Tagungen.

Bei den Konzepten sollte man auf viele Handelsbeziehungen eingehen. Der Fokus auf China wäre nicht die schlechteste Wahl: der Anteil der Geschäftsreisen aus China liegt bei 40% (964.000 Deutschlandreisen).

Ebenso ist mit einer Zunahme der Geschäftsreisen aus China zu rechnen, da nach einer Prognose der Global Business Travel Association (GBTA) wird China in kürze Amerika als Geschäftsreisenation überholt haben.

Durch ein gutes Marketingkonzept und der damit Herbeiführung von Gelsenkirchen als Tagungsstadt würde die örtliche Wirtschaft weiter unterstützt werden und somit steigt die Möglichkeit von Neueinstellungen- nicht nur im gastronomischen Bereich.

Schon jetzt kann Gelsenkirchen Kriterien aus der GCB-Studie zur Auswahl von Tagungsorten vorweisen.

Gerade mit den drei ersten Kriterien kann Gelsenkirchen punkten.

  • Verkehrsanbindung
  • Preis-Leistungsverhältnisses
  • Attraktivität

Hierzu verweisen wir auch auf die Faktenlage aus dem städtischen Prospekt im Zuge der Bewerbung als Sparkassenakademiestandort.Dieses Prospekt zeigt auch, dass sich Gelsenkirchen nicht verstecken muss und somit auch eine attraktive Tagungsstadt werden kann.

Daher sollte die Stadt nunmehr die Weichen für einen erfolgreichen Strukturwandel stellen und neue wirtschaftliche Gebiete für sich einnehmen. Damit wäre auch die Chance verbunden, dass sich neue Firmen und Branchen in Gelsenkirchen ansiedeln könnten.

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