Aktuelles / Donnerstag, 30.September.2010

Gelsenkirchen: Mediale Scheinrealitäten

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ zog jetzt in ihrer Druckausgabe nach einem Jahr Kommunalwahl Bilanz. Das ist an sich löblich, denn in der Regel hören die Bürger von denjenigen, von denen sie gewählt werden sollen, erst wieder kurz vor der nächsten Abstimmung. Demokratie bedeutet Transparenz und die Möglichkeit, an den Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Insofern ist es schön, dass die Leser nun erfuhren, dass die Linkspartei Fragen stellt, „die andere nicht hören wollen“ oder dass die FDP ihren neuen Fraktionsstatus nun genieße.

Worüber die Leser nichts erfahren durften, das wurde ihnen sogar in großzügiger Weise von der Redaktion der WAZ offen mitgeteilt: „Die Fraktion von ‚Pro NRW‘ ist von der WAZ nicht um eine Stellungnahme gebeten worden, weil sie dieser rechten Gruppierung kein Forum bieten will.“ Die WAZ lobt jährlich einen Courage-Preis für besonders mutige Berichterstattung aus. Im eigenen Haus dürfte so einen Preis niemand bekommen. Denn die Ausgrenzung der durch Wahlen legitimierten Opposition ist alles andere als couragiert.

Der pro-NRW-Fraktionschef in Gelsenkirchen, Kevin Hauer, nannte das Vorgehen der WAZ ein alarmierendes Zeichen:

Kevin Gareth Hauer, stellvertretender pro-NRW-Vorsitzender

„Das allein wäre schon schlimm genug für einen freien Journalismus in unserer Heimat. Dass die WAZ aber auch noch ganz unverhohlen den Wählerwillen ignoriert und offen zugibt, nichts über die Bürgerbewegung pro NRW berichten zu wollen, zeigt das ganze Ausmaß der undemokratischen Selbstherrlichkeit der Essener Verlagsgruppe. Redakteure sind in der Mehrzahl Linke. Ihre Ideologie bringt sie dazu, die Menschen nicht informieren, sondern belehren zu wollen. Das ist aber nicht die Aufgabe einer Zeitung. Wenn ein mündiger Bürger sich belehren lassen möchte, kann er in einen Volkshochschulkurs gehen oder in die Kirche. Die Zeitung soll das Tagesgeschehen objektiv durch Meldungen wiedergeben und durch Kommentare bewerten.

Die Redaktion der WAZ ignoriert den Wählerwillen. Die Bürger haben pro NRW für eine Arbeit im Gelsenkirchener Stadtrat legitimiert. Wir sprechen dort für unsere Wähler und für noch mehr Menschen, die unsere Positionen teilen.

Dass die schweigende Mehrheit anders denkt als die offizielle Presse und die Altparteien, wissen wir nicht erst seit Thilo Sarrazin. Die WAZ-Redaktion verschweigt bewusst einen Teil der Realität. Und wer einen Teil der Realität verschweigt, der lügt.

Es ist das Kennzeichen totalitärer Staaten, dass die Opposition ausgegrenzt wird. Durch ihr Pressemonopol schafft die WAZ einen totalitären Staat im Staate. Pro NRW wird diesen Informationsboykott durch eigene Öffentlichkeitsarbeit überbrücken. Viele Leser haben vor so viel Allmacht bereits kapituliert. Sie glauben nicht mehr, was in der Zeitung steht. Das Ergebnis ihres Totschweigens werden die WAZ-Redakteure jedoch bei der nächsten Kommunalwahl sehen, wenn wir unser Ergebnis erheblich verbessert haben werden.“

Zeitungen, wie die WAZ, haben ein Informationsmonopol. Die WAZ-Mediengruppe ist das drittgrößte Verlagshaus in Deutschland und einer der größten Anbieter für Regionalzeitungen. In den letzten Jahren hat sich dieses Verlagsimperium einen Titelbestand von über 500 Zeitungen eingekauft. Die WAZ-Gruppe ist eine mediale Heuschrecke, die mit wirtschaftlicher Macht jede Konkurrenz im Informationsbereich kaputt macht. Was in einer der Zeitungen des Verlages nicht steht, das existiert für viele Menschen nicht.

Deshalb informiert Pro NRW die Bürger selbst: Per Internet, mit Flugblättern und direkt im Bürgergespräch an Infoständen. So hat sich die Gelsenkirchener Ratsfraktion jetzt auch an der „Veedelstour“ der Bürgerbewegung pro Köln ein Beispiel genommen und informiert sich vor Ort in den Stadtteilen über die Anliegen und Probleme der Gelsenkirchener Bürger. Mittlerweile sind mehrere tausend Flugblätter verteilt worden und die Resonanz darauf ist wirklich überwältigend. Zahlreiche Bürger haben gerne von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich direkt an die Gelsenkirchener Bürgerfraktion zu wenden und sie beklagen vor allem einen Mangel an Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in Gelsenkirchen und die Bedrohung des persönlichen Umfeldes durch integrationsunwillige Migranten. Wo es möglich ist, wird sich die pro-NRW-Fraktion mit einem Antrag in den städtischen Gremien darum kümmern, dass die Probleme der Bürger gelöst werden.

„Über die großartige Resonanz, die wir auf unsere direkte Bürgeransprache erhalten, freue ich mich natürlich sehr.“, äußert der Gelsenkirchener pro-NRW-Fraktionsvorsitzende Kevin-Gareth Hauer. Weiter sagt Hauer: „Auch dort, wo ein Antrag in den städtischen Gremien dem Bürger nicht weiterhilft, werden wir natürlich versuchen, auf anderem Wege Lösungen zu finden. Jeder Bürger, der sich mit seinen Anliegen an uns wendet, hat es schließlich verdient, dass wir uns gemäß unserem Wählerauftrag für ihn einsetzen. Wir gehen eben nicht den bequemen Weg der Altparteien, die sich bis zu den nächsten Wahlen in irgendwelchen Hinterzimmern verstecken. Wir zeigen Gesicht und setzen uns für die einheimische Gelsenkirchener Bevölkerung ein. Das kommt an und die Zustimmung zeigt uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind – egal was WAZ und andere Medien berichten bzw. nicht berichten mögen.“