Aktuelles / Donnerstag, 17.Februar.2011

Gelsenkirchen: Kein Türkisch-Unterricht an Grundschulen

Dass es vorerst an drei Grundschulen in Gelsenkirchen keinen Türkisch-Unterricht mehr gibt, hält der Pro-NRW-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Gelsenkirchen, Kevin Hauer, für eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung: „Wenn es auch leider nur dem mangelnden Lehrerangebot geschuldet ist: Dass jetzt einmal keine extra Förderung für Türken in den Schulen geleistet wird, sollte endlich einmal zu einer offenen Diskussion anregen. Immer mehr Bürger in Gelsenkirchen stellen sich die Frage: Warum sollen auch noch Steuergelder locker gemacht werden, um eine Integration geradezu zu verhindern? Wer hier leben will, hat sich an die deutsche Sprache zu halten. Wenn er darüber hinaus die Sprache seiner Heimat als integrierter Mitbürger pflegen möchte, dann kann er dies zu Hause tun.“

Kevin-Gareth Hauer, pro-NRW-Fraktionsvorsitzender in Gelsenkirchen

Nicht hinzunehmen sei das Anspruchsdenken vieler türkischstämmige Bürger: „Es ist ziemlich unverfroren und trägt nicht zum sozialen Frieden bei, wenn solche Forderungen derartig dreist in Zeiten leerer Kassen vorgetragen werden. Es fehlt am Ende dann nur noch die Unterstellung, das Schulamt sei ausländerfeindlich, wenn man die Zusatzleistung eines Türkisch-Unterrichtes nicht gewähren würde.“ Schließlich sei das Problem noch tiefgreifender, so Hauer: „Es gibt inzwischen an 23 Schulen herkunftsprachlichen Unterricht. Neben Türkisch werden auch Albanisch, Kroatisch, Marokkanisch, Russisch, Spanisch, Griechisch, ja sogar Islamkunde unterrichtet. Muttersprachliche Schüler werden gegenüber dieser Maximalförderung bereits schon geradezu vernachlässigt und diskriminiert.“

Man müsse die gegenwärtige Diskussion in Gelsenkirchen auch vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen des türkischen Botschafters in Berlin, Ahmet Acet, sehen, der seine Landsleute aufgefordert habe: „Wehrt Euch gegen die Deutschen“: „Acet hat die Katze aus dem Sack gelassen und dokumentiert nicht nur, dass er die in Deutschland lebenden Türken als Landsleute betrachtet. Auch hier läuft es auf eine Erpressung aus, wie wir sie in Frankreich aus den Vorstädten kennen, wo seit Jahren Millionensummen hereingepumpt wurden, weil man Angst vor Unruhen hat. Wir sollten uns in Deutschland von niemandem erpressen lassen.“