Aktuelles / Donnerstag, 2.Februar.2012

Gelsenkirchen: Bürgerkrieg muss abgewendet werden

Die aktuellen Zahlen zu sozialem Stand und Herkunft von Kindern im Ruhrgebiet unterstreiche das, was seine Fraktion in den letzten Monaten immer drastischer selbst erlebt habe, erklärte der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Kevin Hauer zu einer aktuellen Bertelsmann-Studie: „Der Nachwuchs beherrscht immer weniger die deutsche Sprache und dieser Anteil an der Bevölkerung gerät zunehmend in Armut. Es ist schon ein Hohn, wenn gerade großsprecherische Integrationsgipfel tagen und gleichzeitig derartig deprimierende und gefährliche Befunde zur Kenntnis gebracht werden. Genauso wenig, wie auf Klimagipfeln die Temperatur beeinflusst wird, regeln Integrationsgipfel das Zusammenleben der Menschen.“

Kevin Hauer

Hauer machte darauf aufmerksam, dass es ein Alarmsignal sei, wenn gut die Hälfte des Nachwuchses, der Kindertagesstätten in Gelsenkirchen oder Duisburg besuche, nicht deutscher Herkunft sei und in der Regel kaum Deutsch spreche: „Nur den Multi-Kulti-Phantasten fällt offenbar nicht auf, dass zwischen mangelnder Integrationsbereitschaft und sozialem Abstieg eine direkte Verbindung besteht.

 In Gelsenkirchen wachsen rund 40 % der Jungen und Mädchen unter drei Jahren in Armut auf – in Münster, mit einer deutlich niedrigeren Migrantenquote, sind dies nur rund 20 %. Diese Mischung aus mangelnder Integration und sozialer Deklassierung ist das ideale Gemisch für einen Bürgerkrieg in unseren Städten, wie wir ihn in Frankreich, Belgien, England und den Niederlanden bereits erlebt haben. Die sozialschwache deutsche Restbevölkerung in diesen Krisengebieten, wird sich, wie im benachbarten Brüssel, bald nicht mehr abends auf die Straße trauen.

Deshalb müssen solche Berichte endlich einmal dazu führen, dass sich auch in der Politik etwas ändert. PRO NRW wird vor Ort den nötigen politischen Druck dafür machen. Denn noch lassen sich die sozialen Konflikte, vor denen wir stehen, durch eine konsequente Einwanderungs- und Integrationspolitik, die Assimilation erwartet, abwenden.“