Aktuelles / Dienstag, 28.Juni.2011

Gelsenkirchen: Altparteien unterstützen PRO-NRW-Antrag

In der Gelsenkirchener Bezirksvertretung West kam es am in der vergangenen Woche  zu einem seltenen Akt der Einmütigkeit zwischen den Altparteien und der BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW. Mit einem gemeinsamen Antrag forderten alle Parteien der Bezirksvertretung von der Verwaltung eine temporäre Öffnung des Bürgercenters in Gelsenkirchen-Horst, das kürzlich von der Verwaltung vorübergehend geschlossen worden war.

Die Debatte in der Bezirksvertretung wurde von PRO NRW deutlich dominiert und mit Fragen und Fakten untermauert. So stellte PRO NRW klar, dass das Personalmanagement der Verwaltung katastrophal sei. Jedes Unternehmen müsse in der heutigen Zeit seine Ressourcen bündeln und vor allem optimieren, um sich am Markt zu behaupten. Ebenso kritisierte der PRO-NRW-Bezirksvertreter Kevin Hauer, dass teilweise drei bis vier Personen in der Bücherei deutlich an Langeweile leiden würden und keinerlei sichtbare Aufgaben übernähmen. Hier sollte man im Zuge der Amtshilfe Mitarbeiter vorübergehend abgeben.

Kevin Hauer

Hauer stellte unmissverständlich klar, dass das Bürgercenter nach Horst gehöre und PRO NRW dafür kämpfen werde. Vor allem ältere und behinderte Menschen seien auf die Nähe zum Bürgercenter angewiesen, ebenso wie die Steuerzahler, die nach der Arbeit ihre Angelegenheiten vor Ort klären und nicht noch großartige „Reisen“ unternehmen wollen. Scharf kritisierte Hauer den Hinweis der Verwaltung, dass die Bürger lediglich einen Abstrich des hinsichtlich des Komforts in Kauf nehmen müssten. Wörtlich erklärte Hauer: „Ich finde es skandalös, dass man hier von Komfort und einer leeren Kasse spricht. Auf der einen Seite soll kein Geld für Dienstleistungen gegenüber dem Bürger da sein und auf der anderen Seite richtet der Oberbürgermeister einen Geburtsempfang für den CDU-Bürgermeister aus, der den Steuerzahler über 6000 Euro gekostet hat. Das ist für mich ein Skandal!“