Aktuelles / Dienstag, 27.November.2012

Eurokrise: Wie oft wollen sich die Deutschen eigentlich noch belügen lassen?

Nun wird es also noch mehr geliehenes Geld für Griechenland geben. Nichts ist mehr von den großspurigen Versprechen der FDP- oder CDU-„Eurorebellen“ zu merken, dass Griechenland aus der Eurozone fliegen wird.

Alles wurde wie gehabt schön gerechnet und dem deutschen Steuerzahler häppchenweise in bewährter Salamitaktik schmackhaft gemacht. Und der nächste Wortbruch wird bereits unverhohlen angekündigt: Auch ein weiterer Schuldenschnitt, der dann den Gläubiger-Staat Deutschland mit echten Verlusten voll treffen würde, wird nicht mehr ausgeschlossen.

Markus Wiener

„Damit wird immer klarer, was PRO NRW immer schon gesagt hat: Natürlich werden die deutschen Garantien für die völlig überschuldeten Euro-Pleiteländer  – entgegen aller Lügen der Altparteien –  irgendwann schlagend werden“,

so der PRO-NRW-Generalsekretär Markus Wiener zur aktuellen Entwicklung.

„Allein für Griechenland wird das ein zweistelliger Milliardenbetrag für den deutschen Haushalt sein. Bei den kommenden Schuldenschnitten für andere Euro-Pleiteländer werden für Deutschland dann insgesamt sogar dreistellige Milliardenbeträge fällig werden. Die Grenze nach oben ist dabei offen, weil die Haftungsunion auf verschiedensten Wegen ständig noch ausgebaut wird.

Die Taktik der Altparteien ist immer die gleiche und im Moment noch erfolgreich: Erst werden die Bürger von den Politikern eingelullt und beruhigt, dann über Monate medial auf weitere Zahlungen vorbereitet, bevor dann scheibchenweise auch offiziell die Wahrheit ans Licht kommt und den Deutschen weitere Rechnungen ins Haus flattern. Der offene Aufstand der steuerzahlenden Bürger ist dank dieser Salamitaktik bislang noch ausgeblieben. Nur privat reagieren immer mehr Menschen mit Politikverdrossenheit und einer Flucht in die Sachwerte auf die zunehmende Ausplünderung Deutschlands samt steigender Inflationsgefahr.

Die spannende Frage für die Mächtigen bleibt aber: Wird aus dem deutschen Michel bei den nächsten Wahlgängen und spätestens zur Europawahl 2014 nicht vielleicht doch noch ein Wutbürger, der den Stimmzettel zum Denkzettel macht?“