Aktuelles / Freitag, 14.Januar.2011

EU-Richter belohnen Sex-Täter

Straßburg macht es möglich: Statt die Bevölkerung vor Sexualstraftäter zu schützen, werden diese von EU-Richtern gleichsam noch für ihre Taten belohnt. Vier verurteilte Täter klagten vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, weil sie nachträglich in Sicherungsverwahrung genommen worden waren, und bekamen recht. Sie erhalten nun obendrein noch 125.000 Euro Schmerzensgeld.

Judith Wolter

Das sei ein Schlag ins Gesicht der Opfer und aller rechtstreuen Bürger, so Judith Wolter (Pro NRW): „Die EU-Institutionen zeigen hier wieder einmal in aller Brutalität, dass sie meilenweit von den Menschen und ihren Sorgen und Nöten entfernt sind. Erst müssen nicht therapierbare Sexualstraftäter entlassen und mit enormem Kostenaufwand bewacht werden und nun bekommen diese auch noch eine satte Entschädigung.

Es ist leider so: Für Opfer solcher Taten gibt es immer lebenslänglich. Die Opfer und die Bürger, die sich um ihr Schicksal sorgen, die Angst um ihre Kinder haben, die haben deshalb ein Recht darauf, dass solche tickenden Zeitbomben hinter Schloss und Riegel gehalten werden. Wenn unsere politisch Verantwortlichen nur ein einziges Mal Rückgrat hätten, dann würden sie sich diesem Richterspruch nicht beugen.

Die 125.000 Euro sollten besser Institutionen gespendet werden, die sich um die Opfer und ihre Hinterbliebenen kümmern. Die Pro-Bewegung ist für ein gemeinsames Haus Europa. Nicht aber für ein EU-Europa, in dem brutale Straftäter für ihre schweren Verbrechen am Ende sogar noch belohnt und nicht bestraft werden.“