Aktuelles, Regional / Donnerstag, 7.August.2014

Essen: Erstaufnahme-Einrichtung für 500 Asylanten geplant

Laut WAZ-Berichten bittet die NRW-Landesregierung die Stadt Essen um die Errichtung eines Flüchtlingsdorfes auf den Fischlaker Höhen. In dieser zentralen Erstaufnahme-Einrichtung sollen bis zu 600 Menschen Platz finden.

Die Flüchtlingsströme nehmen weiter an Brisanz und Dramatik zu: Kommunen und Land sind in dieser Beziehung gleichermaßen betroffen. Die zentralen Erstaufnahme-Einrichtungen in NRW sind so voll wie die Asylantenunterkünfte in Essen überquellen. Zwei Heime – an der Altendorfer Straße und der Pregelstraße – werden zurzeit fieberhaft hergerichtet, die ersten Neubewohner sind bereits im Anmarsch, darunter auch 60 Syrer, die kurzfristig auf Ersuchen des Innenministers in die ab 11. August bezugsfertige Einrichtung im innenstadtnahen Opti-Park unterkommen sollen. Für die Stadt kommt es jedoch noch ärger. Innenminister Jäger (SPD) hat eine Bitte: Der Oberbürgermeister solle doch gemeinsam mit dem Stadtrat den Beschluss diskutieren, ob der Betrieb einer Asyl-Landeseinrichtung auf Essener Stadtgebiet denkbar wäre. „Wir werden das jetzt sehr ernsthaft prüfen“, so Sozialdezernent Peter Renzel gegenüber den Lokalmedien. Es ist zu erwarten, dass die Stadtspitze den Forderungen des Landes nachgeben wird.

Öllig_MTÜ_polaroidDazu erklärte die Essener PRO-NRW-Kreisvorsitzende und Gruppensprecherin im Stadtrat, Tina Öllig:
„Das Verhalten von Landes- und Stadtspitze ist absolut fahrlässig und ist moralisch verwerflich. Unsere Stadt trägt bereits eine enorme Last an Asylanten, die zum größten Teil aus wirtschaftichen Gründen einreisen. Dennoch werden in Essen beinahe im Wochentakt Planungen für neue Heime und Unterkünfte veröffentlicht. Mehrere Dutzend Asylanten wurden vor einigen Tagen erst im hochklassigen Center-Hotel in Bahnhofsnähe einquartiert. Dies ist dem einheimischen Steuerzahler nicht mehr zu vermitteln. Wir werden uns mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass unsere Ruhrgebietsmetropole zwangsweise zu einer Enklave der Dritten Welt degradiert wird. Im Parlament und auf der Straße werden wir zu jedem erdenklichen Mittel greifen, welches uns das Grundgesetz und die NRW-Gemeindeordnung zur Verfügung stellen!“

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