Aktuelles / Freitag, 5.Juli.2013

Essen: Uni kapituliert vor muslimischer Überempfindlichkeit

An der multikulturell-bereicherten Uni Duisburg-Essen (ein Drittel aller Studenten hat ausländische Wurzeln) kam es Ende Juni zu einem folgenschweren Eklat. Im Rahmen einer Comic-Ausstellung kam es dazu, dass neben der Darstellung einiger harmloser Sexualszenen eine Collage des Wortes „Allah“ gesetzt wurde. Eine muslimische Studentin fühlte sich durch diese Ausstellung in ihrem Glauben beleidigt und beschwerte sich mehrfach beim Unipersonal über das „blasphemische“ Werk, welches jedoch laut Universität keinerlei islamkritischen Hintergrund besitzt.

Nachdem die Klagen der Studentin keine Wirkung zeitigten, hängte die junge Frau das Bild kurzentschlossen selbstständig ab und beschädigte es mit einem Messer. Darauf reagierte die Universitätsleitung mit dem sofortigen Abbruch der Ausstellung, auch um „Schutz für die Angestellten der Bibliothek“ zu gewährleisten, da allem Anschein nach auch gewaltsame Übergriffe befürchtet worden waren.

Professoren verteidigen nun den abrupten Ausstellungsabbruch und untersuchen nun mithilfe eines Islamwissenschaftlers die Darstellung auf mögliche „islamfeindliche“ Untertöne.  Von juristischen Schritten gegen die Sachbeschädigung der Studentin wollen die Verantwortlichen absehen.

Dazu äußerte sich die Essener PRO-NRW-Kreisvorsitzende  Tina Öllig:

„Es ist unfassbar, dass bei uns in Deutschland die Kunstfreiheit aufgrund von verfehlter Toleranz für muslimische Befindlichkeiten außer Kraft gesetzt wird. Das Zeitalter der Blasphemiegesetze in Europa ist seit Langem vorüber. In unserer aufgeklärten, säkularen Demokratie muss die Freiheit von Kunst, Presse und Meinung selbstverständlich gewährleistet bleiben. PRO NRW zeigt klare Kante für Demokratie und Grundgesetz, und lehnt derartige Beschneidungen elementarer Freiheitsrechte kategorisch ab! Dafür werden wir ab 2014 auch im Essener Kommunalparlament kämpfen.“