Regional / Freitag, 5.Juni.2015

Essen: Stadion-Skandal weitet sich aus!

Der Skandal um den Stadionneubau an der Hafenstraße weitet sich immer weiter aus. Die Kosten sind von ursprünglich rund 40 Millionen Euro auf nun rund 50 Millionen angestiegen. Zudem herrscht große Verwirrung um Beraterhonorare in Millionenhöhe. Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) gerät in immer größere Erklärungsnot.

Seit einigen Jahren hat die Stadt Essen das „Projekt Fußball“. Ziel war damals, den angeschlagenen Fußballverein Rot-Weiß Essen zu unterstützen. Zeitgleich wurde im Zuge dieses Projektes ein Stadionneubau beschlossen. Dieser wird nun zum finanziellem Fiasko für die Stadtverwaltung. Die Kosten haben sich mittlerweile fast versiebenfacht. Zudem ist bekannt geworden, dass Beraterhonorare in Millionenhöhe geflossen sind. Die Stadt Essen gerät immer mehr in eine finanzielle Schieflage.

Besonders diese Beraterhonorare werfen viele Fragen auf. Niemand weiß, weshalb diese Berater engagiert worden sind und welche Leistung sie erbracht haben, um diese horrende Summe zu rechtfertigen. Zudem wird in den Medien spekuliert, dass der beurlaubte Geschäftsführer der Grundstücksverwaltung Essen (GVE), Andreas Hillebrand, dem Aufsichtsrat geschönte Rechnungen präsentiert haben soll, um die wahren Kosten zu verschleiern.

Fiedler_transparent„Es schockiert mich und macht mich auch sehr wütend, wie hier mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen wird“, äußert sich der PRO-NRW-OB-Kandidat, Tony-Xaver Fiedler.

„Die grundsätzliche Frage ist doch, ob sich eine Stadt wie Essen in ihrer finanziellen Lage überhaupt solche Prestigeprojekte erlauben darf. Riskante Finanz- und Währungsgeschäfte, Beraterhonorare in Millionenhöhe und eine verfehlte Haushaltspolitik haben Essen an den finanziellen Abgrund manövriert. Im Fußball mag Essen nur viertklassig vertreten sein, in Sachen Steuergeldverschwendung sind sie aber auf Champions League-Niveau. Die finanzpolitischen Machenschaften der Stadtverwaltung sowie stadtnahen bzw. -eigenen Betriebe müssen aufgeklärt werden. In der Finanzpolitik muss ein Umdenken her. Die Stadtverwaltung muss endlich lernen, kleinere Brötchen zu backen, ansonsten sieht die Zukunft für Essen sehr düster aus“, so Fiedler abschließend.

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