Aktuelles / Mittwoch, 28.November.2012

Essen: Offener Brief an Bistum wegen unchristlicher Hetze gegen PRO NRW

pro-Köln-Bezirksverteterin Regina Wilden

Die Vorsitzende des Arbeitskreises „Christen pro Köln“, die langjährige Kommunalpolitikerin Regina Wilden, hat sich im Rahmen ihrer landesweiten Kontakte zu konservativ-christlichen Kreisen nun auch eines politischen Skandals im Bistum Essen angenommen. Folgender offener Brief ging in diesen Tagen den verantwortlichen katholischen Würdenträgern zu:

Herrn Dr. Michael Schlagheck, Akademiedirektor – Die Wolfsburg – Katholische Akademie, 45478 Mülheim an der Ruhr

Herrn, Weihbischof Franz Vorrath, Bischöfliches Generalvikariat, 45127 Essen

Sehr geehrter Herr Dr. Schlagheck,

sehr geehrter Herr Weihbischof,

heute, am 27. November 2012 erreicht mich der entsetzte Brief einer Bürgerin mit einem Flyer über eine Veranstaltung am heutigen Tage in der „Wolfsburg“ in Mülheim. In erster Linie richtet sich diese Veranstaltung gegen die Partei Pro NRW.

In dem Abschnitt „Bürgerlich braune Brandstifter?“ schreiben Sie:

Der „Kampf“ gegen „den Islam“ und dessen diskreditierende Gleichsetzung mit Kriminalität und Terrorismus dienen dabei als Türöffner, um die weitergehenden nationalistischen Forderungen zu verbreiten.

Diese Aussage von Ihnen ist unglaublich. Wer hat Ihnen das so gesagt? Und warum glauben Sie dies offensichtlich? Die Partei Pro NRW gibt selbst sehr genau Auskunft über ihre Ziele, die im Erhalt unserer christliche-abendländischen Identität und in einer bürgerlich-konservativen Politik, die an unserem Grundgesetz ausgerichtet ist, bestehen. Wer etwas anderes behauptet, verbreitet Lügen und betreibt Volksverhetzung, wie es leider oft in unseren links und linksextrem ausgerichteten Medien der Fall ist.

Erhellend wirkt dabei ein Blick auf die Referentenliste. Unter anderem findet sich dabei der sattsam bekannte Alexander Häusler. Er arbeitet in der Fachhochschule Düsseldorf bei der „Arbeitsstelle Neonazismus“, die selbst von Extremisten durchsetzt scheint: Bis Juli 2008 leitete der Politikwissenschaftler Wolfgang Dreßen die „Arbeitsstelle Neonazismus“ und arbeitete mit Häusler dort zusammen. Dreßens Vergangenheit und Gegenwart sind tiefrot – er war als Student Angehöriger des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und sitzt heute im Landesvorstand der NRW-Linkspartei.

 

Und auch der jetzige Leiter der „Arbeitsstelle Neonazismus“, Fabian Virchow, scheint es mit der Abgrenzung gegenüber Linksextremisten nicht allzu genau zu nehmen. Virchow veröffentlichte unter anderem einen Artikel in der vom Verfassungsschutz NRW als linksextrem eingestuften Zeitschrift UTOPIEkreativ, die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegeben wird. Alexander Häusler selbst scheint sich gut mit solchen Gegebenheiten arrangiert zu haben. Er, der im offiziellen Auftrag des Landes NRW den Rechtsextremismus beobachten soll, hat selbst keine Berührungsängste zu Linksextremisten. Die Fakten sprechen für sich: So veröffentlichte Häusler mehrere Artikel im linksextremistischen Magazin Der Rechte Rand – natürlich über die „Pro-Bewegung“. Einschlägiger geht es kaum. Das Bundesinnenministerium bezeichnet das Magazin als „linksextremistische/linksextremistisch beeinflußte Publikation“. Ein Einzelfall? Oder etwa ein Fehltritt? Wohl kaum, denn Häusler griff außerdem für die Zeitschrift Lotta – antifaschistische Zeitung aus NRW zur Feder, die vom baden-württembergischen Verfassungsschutz ebenfalls als „linksextremistisch“ eingestuft wird.

Häuslers Terminkalender ist in diesen Tagen wieder gerammelt voll. Er tourt von Rathaus zu Rathaus und hält Vorträge gegen „Pro NRW“. Und so ist er heute jetzt als Haupt-Referent auch bei Ihnen in der Katholischen Akademie gelandet, um Stimmung gegen die bürgerlich-konservative Partei Pro NRW zu machen, die sich als Ziel den Erhalt unseres Wertekanons entsprechend dem Grundgesetz gesetzt hat. Pro NRW möchte, daß der christlich-abendländische Charakter unseres Landes erhalten bleibt. Selbstverständlich tritt Pro NRW für Religionsfreiheit ein. Aber Pro NRW wehrt sich gegen eine fortschreitende Islamisierung Deutschlands und Europas, deren sichtbares Zeichen der Bau von immer mehr Moscheen im osmanischen Baustil ist, während im Gegenzug immer mehr christliche Kirchen geschlossen werden.

Ist Ihnen, sehr geehrte Herren, die Gefahr für Christen in vielen islamischen Ländern nicht bekannt? In Ägypten, in Syrien, im Libanon, im Iran, in Saudi-Arabien ….? Und ist Ihnen nicht bekannt, daß es regelmäßig verheerende Anschläge mit ungezählten Todesopfern gibt, die durch islamische Eiferer erfolgt sind? Ist Ihnen nicht bekannt, daß für den Islam die Scharia als vollkommene Ordnung gilt, die Frieden und Gerechtigkeit schaffen soll? Sie gilt als Ordnung Gottes und darf daher prinzipiell nicht durch menschliche Gesetze ersetzt werden. Unser Grundgesetz ist daher mit der Scharia nicht vereinbar. Sind Ihnen nicht die Suren im Koran bekannt, die zum Haß gegen Ungläubige aufrufen? Ist Ihnen nicht bekannt, daß im Koran zum Beispiel steht: „Nehmt keine Juden und Christen als Freunde“?

Was treibt Sie an, dieser Politik mit derartigen Veranstaltungen in einer Katholischen Akademie unter die Arme zu greifen und einer Partei, deren Mitglieder überwiegend kirchensteuerzahlende Katholiken sind, so in den Rücken zu fallen?

Ich persönlich bin enttäuscht von Amtsträgern der katholischen Kirche, die sich in dieser Weise von einer fragwürdigen Politik in Anspruch nehmen lassen und in die allgemeine Hetze gegen ein nicht näher definiertes „Rechts“ mit einstimmen. Sollte die katholische Kirche sich nicht besser für die Verkündung und Stärkung des Glaubens in einer Gesellschaft einsetzen, die auf dem Weg zur Entchristlichung ist? Erst vor wenigen Jahren hat der Vatikan den Missionsauftrag der katholischen Kirche bekräftigt. Und dazu bräuchten wir inzwischen nicht immer Missionare in ferne Länder schicken, sondern könnten diesen Auftrag auch in unserem Land erfüllen.

Doch stattdessen arbeiten Teile der katholischen Kirche, in diesem Falle aus dem Bistum Essen, gegen die Christen und leisten der Islamisierung Vorschub bei gleichzeitiger übler Nachrede gegen die bürgerliche Opposition, die unsere christlichen Werte auch in der Politik verteidigen will.

Ich bin von dieser katholischen Kirche, die sich in einer solchen Weise politisch betätigt, zutiefst enttäuscht und schäme mich für Sie und ich habe viele Bekannte, die ebenfalls Katholiken sind, immer noch Kirchensteuern bezahlen und denen es ähnlich ergeht wie mir.

Mit freundlichen Grüßen

Regina Wilden