Regional / Montag, 19.August.2013

Essen: Ehrenmord erschüttert Stadt

Am vergangenen Dienstagabend ereignete sich im Herzen Essens ein schreckliches Verbrechen. Ein fünfzigjähriger Familienvater türkischer Herkunft, wegen häuslicher Gewalt zuvor aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen, drang mit einer großkalibrigen Waffe in ebenjene ein.

Allem Anschein nach fühlte er sich durch die Behandlung seiner Familie in seiner Ehre gekränkt, und sah nur einen Ausweg, diese wiederherzustellen. Er feuerte mehrfach auf seine Frau und eine seiner drei Töchter, die sich schützend vor die Mutter geworfen hatte. Diese schwebt noch immer in Lebensgefahr, während die Tochter noch am Tatort verstarb.

Der zurzeit flüchtige Vater galt als alkoholkrank und aggressiv. Mehrfach habe er bereits seine Frau verprügelt und bedroht.

Zu dieser furchtbaren Bluttat äußerte sich die Essener PRO-NRW-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl, Tina Öllig:

„Mein volles Mitgefühl gilt der ermordeten Tochter und ihrer Mutter, welche zur Stunde noch mit dem Tode ringt. Es ist unfassbar, dass im Europa des 21. Jahrhunderts derartige Gewaltverbrechen geschehen können. Leider ist dies kein Einzelfall. Pro Jahr ereignen sich in ganz Deutschland mehrere Dutzend Morde aus einem pervertierten „Ehrgefühl“ heraus. Propagiert wird dieses Bild der „Ehre des Mannes“ größtenteils in türkisch-arabischen Kreisen und entstammt archaischen Stammeskulturen, welche schrecklicherweise heute nicht nur in den Ländern des Nahen Ostens weit verbreitet sind.

Mancher Richter neigt sogar dazu, derartige „kulturelle Einflüsse“ strafmildernd in ein Urteil einfließen zu lassen! Wir von PRO NRW sagen NEIN zu archaischen und grausamen kulturellen Spielarten aus dem Orient, und JA zu unserer europäisch-abendländischen Kultur der Demokratie und der Aufklärung. Ab 2014 wird sich PRO NRW im Essener Stadtrat für Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen gegen derartige „Verbrechen aus Hass“ starkmachen, um somit zukünftig derartigen Mordtaten den Nährboden zu entziehen!“