Essen: Busfahrer werden immer öfters attackiert!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Samstag, 2.Dezember.2017

Essen: Busfahrer werden immer öfters attackiert!

In Essen kommt es seit geraumer Zeit vermehrt zu Übergriffen auf Busfahrer. Diese werden immer öfters von Fahrgästen – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – bedroht, beleidigt und bespuckt.
Die Busfahrer in Essen fühlen sich daher überhaupt nicht mehr sicher.Daher wurden nun die Busse regelrecht aufgerüstet: Fahrerschutzscheiben sollen die Fahrer vor Angriffen, Spukattacken und Pöbeleien schützen. Sie trennen den Fahrgast bei der Ticketkontrolle und der Bezahlung von den Busfahrern. Alleine im Jahre 2016 hat es
insgesamt 51 Übergriffe auf Busfahrer gegeben. Die Palette reicht von
Beleidigungen, Bedrohungen, Beschimpfungen bis hin zum versuchten Überfall,
Anspucken und sonstige Angriffe.
Im kommenden Jahr sollen insgesamt 70 Busse in Essen aufgerüstet sein. Derzeit
sind bereits 33 Fahrzeuge mit dem optimierten Schutz ausgestattet. Die zusätzlichen
Trennscheiben kosten die Ruhr-Bahn 250,00 Euro pro Bus.
Auch beschweren sich immer mehr junge Frauen über Belästigungen, üble Anmache
und Nötigungshandlungen beim Busfahren. Oftmals soll es sich bei den Belästigern
um junge Männer mit Migrationshintergrund handeln.
PRO NRW fordert daher nicht nur die Busfahrer vor körperlichen Attacken und
Angriffe zu schützen, sondern auch ein Schutzprogramm für alle Fahrgäste
aufzulegen. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass viele Menschen sich
nicht mehr abends trauen einen Bus in Essen zu benutzen.
Die Fahrgäste sind nicht nur genervt von Verspätungen und unfreundlichem
Personal, die Fahrgäste klagen auch über Anfeindungen, Belästigungen und
Attacken durch andere Fahrgäste. Es kann auch nicht hingenommen werden, dass
selbst zu Hauptverkehrszeiten Frauen in Bussen Opfer sexueller Gewalt werden.
PRO NRW wünscht sich daher mehr Sicherheitspersonal und eine
Videoüberwachung in den Bussen. Zudem sollte über den Einsatz von
Begleitpersonal zum Schutz der Fahrgäste nachgedacht werden. So wurden bereits
in Bochum und Gelsenkirchen in der Vergangenheit in einem Modellversuch 225
Begleiter in Bussen eingesetzt.
Das Busfahren darf in Essen nicht länger zu einem Risikofaktor werden!

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