Aktuelles / Montag, 19.September.2011

Ennepetal: Der Gipfel des Klüngels im Personalkarussell!

Ein Lehrbeispiel eines niederträchtigen Postengeschachers gab es in der Sitzung des Stadtrates der Stadt Ennepetal in der vergangenen Woche zu sehen. So legte die Bürgermeisterstellvertreterin Sabine Hofmann noch vor der Ratssitzung überraschend ihr Ratsmandat und den Fraktionsvorsitz der Bündnisgrünen nieder. Hofmann wird künftig die höchstdotierte Stabsstelle „Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie Förderung des Ehrenamtes“ innehaben und gehörte bisher zur Riege der 4 (!!!) ebenso teuren wie überflüssigen  Bürgermeisterstellvertreter, die sich der Rat gegen die Stimme  des PRO-NRW-Ratsherrn Andre Hüsgen genehmigte. Schon damals wurden in mehreren Internetblogs Kungeleien, Mauscheleien und Abzocke  kolportiert. Beinahe zur Nebensache geriet da noch der Wechsel des ehemaligen Bürgermeisterreferenten Cosimo Palomba, der neuer Leiter der Jobagentur wird. Palomba hat erneut eine vernichtende Niederlage, diesmal bei seiner Bürgermeisterkandidatur im Ort Schneverdingen, hinnehmen müssen. Es war Palombas dritte Niederlage dieser Art.

André Hüsgen

„Ich muss es frank und frei gestehen: Ich bin wieder einmal fassungslos!“, äußerte im Anschluss an die Ratssitzung Andre Hüsgen. Weiter sagte er: „Was ist das für eine Außenwirkung, was für ein Schlag ins Gesicht all der Mitbewerber, die jetzt wohl zu Recht sagen, sie hätten keine Chance gehabt? Es ist schon sehr bezeichnend: Während man am Bahnhof rechtswidrig 1€-Jobber für reguläre Arbeiten einsetzt, kümmern sich Mandatsträger der etablierten Parteien, die sich gerne einen sozialen Anstrich geben, nur um die Lösung der eigenen sozialen Frage. Etwas Gutes hat es indes: Die Riege der Bürgermeisterstellvertreter schrumpft von rekordverdächtigen 4 auf nunmehr immer noch völlig maßlose 3. Zu Herrn Palomba habe ich ja bereits Stellung genommen. Was den Dauerverlierer nun dazu befähigt, als Leiter einer Behörde zu fungieren, der sich Menschen anvertrauen, die dringend einen Erfolg benötigen, ist äußerst zweifelhaft.“