Aktuelles / Freitag, 30.November.2012

Ennepetal: 14jährige Schülerin von Roma-Familie zwecks Verheiratung verschleppt?

Auch in der kleinen Stadt Ennepetal wachsen die Herausforderungen mit dem weiteren Zuzug von Sinti und Romas. Glaubt man einem Bericht der Bild-Zeitung, soll die 14jährige Schülerin Lisa nach Aussage ihrer Mutter, Hismija C. (35), von einem Clan der Sinti und Roma von der Schule abgeholt und nach Oldenburg regelrecht verschleppt worden sein. Dort soll es nun zur Heirat zwischen dem 15jährigen Zigeunerjungen Mentor und dem 14jährigen Mädchen kommen. Glaubt man der Kindesmutter, soll sie vor die Wahl gestellt worden sein, entweder die großzügige Offerte von 30.000 € für Lisa anzunehmen, andernfalls müsse sie mit ihrem Ableben rechnen.

Fast noch skandalöser aber: Nach Angaben von Hismija C. wurde ihr vom Jugendamt mitgeteilt, dass im Kulturkreis des Jungen das heiratsfähige Alter des Mädchens eben erreicht sei!

Der Ennepetaler PRO-NRW-Stadtrat Andre Hüsgen hat umgehend eine parlamentarische Initiative (Antrag / Anfrage) angekündigt und äußert sich wie folgt:

André Hüsgen

Die Gesetzeslage ist eindeutig. Ob diese erschütternde Aussage des Jugendamtes nur aus Kultursensibilät, oder gar aus Angst rührt? Wundern würde mich hier gar nichts mehr! Und da manche eingewanderte Sinti und Roma ja bekanntermaßen mit unserer Gesetzgebung noch nicht unbedingt so vertraut sind, sei hier nur am Rande auf den § 1303 Abs. 2-4 des BGB hingewiesen. Hier sind Ausnahmen für 16jährige geregelt, die nur unter besonderen Voraussetzungen heiraten dürfen und dies auch nur, wenn unter strengen Prüfkriterien die persönliche Reife des Minderjährigen attestiert wird.

Darüber hinaus erschließt sich mir nicht, woher die 30.000 € für das Kaufangebot der Tochter stammen sollen. Gegebenenfalls müsste man hierbei mal an einen Hinweis an das Sozialamt in Oldenburg geben und fragen, ob und in welchem Umfang dieser Clan Sozialgelder kassiert. Auch wenn es manche Zeitgenossen offenbar noch nicht begriffen haben: Wir leben im 21. Jahrhundert in einer aufgeklärten Gesellschaft, in der minderjährige Kinder nicht mehr wie Vieh kauft oder verkauft! Und da hilft auch keine Sozialromantik!