Duisburg: Üble Hetze gegen Duisburger Sportverein nach Kopftuch-Verbot!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Donnerstag, 4.Januar.2018

Duisburg: Üble Hetze gegen Duisburger Sportverein nach Kopftuch-Verbot!

Derzeit werden Mitarbeiter des Duisburger Sportvereins BSF Hamborn 07 Top-Fit
bedroht, weil der Verein einer muslimischen Frau mit Kopftuch den Zutritt zu den
Vereinsräumlichkeiten verwehrt hatte.
Nach der ersten Berichterstattung der Duisburger Lokalpresse über das
Kopftuchverbot beim BSF Hamborn 07 Top-Fit werden in dem Verein fast alle
Mitarbeiter insbesondere der Vereinsvorsitzende Udo Salzburger massiv
angefeindet, übel beschimpft und bedroht.
Die Bedrohungen gingen so weit, dass die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz
eingeschaltet wurden.

Der Vereinsvorsitzende hatte unter anderem anonymisierte
Anrufe mit der Ankündigung erhalten: „Heute geht es los, wir knallen Dich und alle
anderen ab und verkleinern euren Laden!“
Der Vereinsvorsitzende ist fassungslos über das was in den letzten Tagen über ihn
und den harmlosen Sportverein hereingebrochen ist. Sogar das türkische
Generalkonsulat hat den Verein fernmündlich kontaktiert und versucht zu
beeinflussen. Der Vereinsvorsitzende erklärte, dass eine richtige Hetze gegen den
Verein entstanden sei, und dass er von Muslimen im Internet und in türkischen
Zeitungen beschimpft werde.

In der Sache bleibt der Verein glücklicherweise hart: Das Kopftuchverbot gilt auch weiterhin!
Insoweit wird auf die Satzung des Vereins verwiesen. Dort steht: „Der Verein hat zur
Aufgabe nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit unter Ausschluss von
parteipolitischen, konfessionellen, beruflichen, rassistischen und militärischen
Gesichtspunkten den Sport zu fördern.“
Der Vereinsvorsitzende fasste diese Worte gegenüber der Lokalpresse wie folgt
zusammen: „Politik und Religion haben beim Sport nichts verloren.“ Der Verein wolle Neutralität wahren.
Ein Kopftuchverbot scheint jedoch in Duisburg kaum mehr durchsetzbar. Der Verein
wird massiv angefeindet und soll keine Fördermittel mehr erhalten. Grüne und Linke
fordern zudem eine Entschuldigung seitens des Vereins und eine Rücknahme des
Kopftuchverbots.
PRO NRW erklärt sich jedenfalls ausdrücklich mit dem BSF Hamborn solidarisch.

Mehrere PRO NRW Mitglieder bemühen sich derzeit aus Solidarität um eine
Vereinsaufnahme. Wir meinen auch, Politik und Religion haben im Sport nichts zu
suchen. Mitglieder des Vereins haben eine Satzung beschlossen, die religiöse und
politische Aktivitäten in den Vereinsräumlichkeiten kategorisch ausschließen. Alle
haben sich hieran zu halten. Auch die Muslime sollten sich an die Spielregeln halten.
Nicht hingenommen werden kann, dass religiöse Fanatiker Vereinsmitarbeiter in den
sozialen Netzwerken oder am Telefon massiv bedrohen.

Hoffentlich behält der Hamborner Verein seine Zivilcourage und knickt nicht vor den Blockwarten der political correctness ein.

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