Regional / Donnerstag, 9.April.2015

Duisburg: St.-Barbara-Hospital wird Asyldorf

Es ist einer der politischen Skandale schlechthin in Duisburg. Als im Sommer 2013 angekündigt wurde, dass aus dem leerstehenden St.-Barbara-Hospital eine Asylunterkunft werden soll, formierte sich breiter Bürgerprotest. Neben Spontandemonstrationen fand ein zusammen mit Anwohnern im Oktober 2013 eine Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern statt.

Nach den massiven Bürgerprotesten hat sich die Stadtverwaltung entschieden, keine Asylunterkunft in Neumühl zu errichten. Nach der Kommunalwahl, bei der PRO NRW auf Anhieb drittstärkste Partei im Stadtteil geworden ist, hat sich die Bezirksregierung Arnsberg in die Debatte eingemischt und im Sommer 2014 mitgeteilt, dass ein Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im Hospital untergebracht werden soll. Wiederum formierte sich großer Protest bei einer Bürgerinformationsveranstaltung mit mehreren hundert aufgebrachten Anwohnern.

Die Stadtverwaltung und die Bezirksregierung versicherten, dass maximal 300 Asylbewerber untergebracht werden sollen. Nun ist aber publik geworden, dass mindestens 500 Personen im Hospital einquartiert werden. Neben diversen Umbaumaßnahmen ist auch eine Moschee errichtet worden.

Zu den skandalösen Vorgängen äußert sich der PRO-NRW-Ratsherr Egon Rohmann:

10351743_1536305146583138_2099375128287356980_n„Die Bürger sind mal wieder gezielt hinters Licht geführt worden. Es war schon vor der Kommunalwahl klar, dass die Altparteien von ihrem Vorhaben, in Neumühl eine Asylunterkunft zu errichten, nicht abrücken würden. Allerdings hat die Stadtverwaltung ihren Hals aus der Schlinge ziehen können und schickt die Bezirksregierung Arnsberg als Sündenbock vor.

Am 08. Mai wollen wir ein starkes Zeichen setzen, dass wir die Politik der Altparteien ablehnen. Die Stadtverwaltung sollte sich lieber einmal so um die einheimische Bevölkerung von Neumühl kümmern, wie sie es für Asylbewerber und Armutsflüchtlinge macht.“

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