Aktuelles / Mittwoch, 14.November.2012

Duisburg: Polizei ist am Ende ihrer Kraft

Am Montag wurde es wieder einmal öffentlich. Die WAZ titelte, einem Weckruf gleich: „Polizisten in NRW fühlen sich überfordert“. Diesem Gefühl kann Arnold Plickert von der Gewerkschaft der Polizei mit der Nennung etlicher Fakten eine sachliche Grundlage zur Seite stellen.

Zwei Millionen Überstunden im Jahr bei der Polizei in NRW etwa, oder dass für die Aufklärung eines Einbruchs im Schnitt nur 60 Minuten blieben. Wilfried Albishausen, der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter sekundiert ihm: „Seit 1992 ist die Zahl der Polizisten in NRW festgeschrieben. Derzeit gibt es aber 20 000 Straftaten mehr als vor 20 Jahren.“

Allein bei der Kripo würden 2000 Ordnungshüter fehlen. Den Kommentator der WAZ, Wilhelm Klümper, ficht das wenig an. Er findet überschwängliches Lob für den Innenminister Jäger: „Der Innenminister hat der organisierten Kriminalität und gewaltbereiten Ideologien mit allen polizeilichen Mitteln den Kampf angesagt. Dafür ist der couragierte Sozialdemokrat nicht hoch genug zu loben.“

Er verschweigt, dass erst nach den Demonstrationen der Pro-Bewegung im Landtagswahlkampf 2012 gegen die Salafisten vorgegangen wurde nachdem diese ihre Gewaltbereitschaft in Solingen und Bonn unter Beweis gestellt hatten. Die Peinlichkeit der Verbotsversuche der Demonstrationen durch Herrn Jäger erwähnt Herr Klümper natürlich auch nicht.

In Duisburg machte indessen ein Fernsehteam von „Spiegel-TV“ Schlagzeilen. Es filmte am Zigeunerhochhaus in Duisburg- Rheinhausen. Mit von der Partie waren Anwohner und Polizei, die von Roma und Sintis von den Balkonen mit Wasser begossen wurden. Die Statements eines anwesenden Polizisten lassen aufhorchen: „Ich weiß, dass die Nerven blank liegen. Die liegen bei uns auch blank. Also wir fühlen uns auch noch so ein bisschen hier allein gelassen. (.) Sie sehen ja selber, dass wir hier mit dem Kräfteeinsatz nicht mehr klarkommen.“

Diese Aussagen eines zuständigen Polizisten stellen ein Armutszeugnis für die Politik dar. Wieder einmal bestätigt sich, was Pro NRW seit Jahren fundiert behauptet: Die etablierte Politklasse tritt die berechtigten Interessen der normalen, anständigen Bürger mit Füßen! Dass die EU-Osterweiterung und die Visa-Politik gegen bestimmte südosteuropäische Staaten in dieser Form ein Fehler war, kommt den verantwortlichen Politikern nicht über die Lippen!