Regional / Mittwoch, 25.August.2010

Duisburg: "Adolfs letzte Getreue"

Die große Pro-NRW-Demonstration für die Abwahl des Duisburger Skandal-OB steht kurz bevor, da offenbart sich eine reichlich bizarre Koalition gegen die rückhaltlose Aufklärung des Loveparade-Skandals.

Die linksextreme Szene macht schon seit Wochen mobil und wird sich am Samstag ab 10.00 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof treffen, um von dort aus ihren Randale-Aufmarsch zu beginnen. Und nun stellt sich defacto auch noch eine Koalition aus DGB, evangelischer Kirche und Jugendring Duisburg auf die Seite des Skandal-OBs Adolf Sauerland, indem sie vor dem Rathaus zum Protest gegen die Pro-NRW-Demonstration aufruft.

„Adolfs letzte Getreue“ haben offensichtlich von der Stimmung in der normalen Duisburger Bevölkerung keinen blaßen Schimmer. In einer echten Bunkermentalität und mit sklavischer Nibelungentreue halten z.B. die etablierten Ratsfraktionen von CDU und den Grünen den untragbaren Skandal-OB bislang weiter im Amt, und den Gewerkschaften und Kirchen fällt im Verbund mit der linken Szene nicht besseres ein, als reflexartig gegen diejenigen zu demonstrieren, die eine sofortige Abwahl von OB Sauerland fordern.

Die Gretchenfrage, die sich dieser Tage deshalb viele Duisburger stellen, lautet: Warum gehen die Gewerkschaften, die evangelische Kirche und der Jugendring Duisburg eigentlich nicht auf die Straße, um für die Abwahl Adolf Sauerlands zu demonstrieren? Auf eine Antwort wird man wohl vergebens warten müssen …