Aktuelles / Dienstag, 14.Juli.2015

Duisburg: 200 weitere Asylbewerber nach Neumühl

Der beschauliche Duisburger Stadtteil Neumühl kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem vor einigen Wochen bereits bekannt wurde, dass die 300 Plätze im St.-Barbara-Hospital auf 600 aufgestockt werden, hat nun die Bezirksregierung Arnsberg und die Stadtverwaltung Duisburg mitgeteilt, dass weitere 200 Plätze geschaffen werden. Dies wurde per Dringlichkeitsbeschluss bereits von der Stadtspitze genehmigt.

In kaum einer anderen Stadt sind die Bürger so von den Politikern belogen worden, wie in Duisburg bzw. in Duisburg-Neumühl. Im Jahr 2013 sind die Pläne bekannt geworden. Damals haben hunderte Bürger zusammen mit PRO NRW dagegen protestiert. Als die Proteste im November 2013 ihren Höhepunkt erreicht hatten, hat die Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Sören Link mitteilen lassen, dass es im leerstehenden St.-Barbara-Hospital keine Asylunterkunft geben würde.

Kurz nach der Kommunalwahl im Mai 2014 hat die Bezirksregierung Arnsberg allerdings mitgeteilt, dass nun keine städtische Asylunterkunft sondern eine Landeseinrichtung in dem leerstehenden Krankenhaus entstehen wird. Bei einer Bürgeranhörung mit rund 500 Teilnehmern kam es zu Auseinandersetzungen zwischen besorgten Bürgern und gewalttätigen Linksextremen. Die Bürger sind mal wieder im Stich gelassen worden.

Bei der damaligen Bürgeranhörung ist den Bürgern versichert worden, dass maximal 300 Personen untergebracht werden. Diese Zusage musste die Stadtverwaltung im Frühjahr revidieren und gab an, dass künftig 600 Personen hier untergebracht werden. Zusätzlich ist bekannt geworden, dass im St.-Barbara-Hospital auch eine Moschee eingerichtet wurde.

Nun also die erneute Erhöhung um 200 Plätze. Die Stadtverwaltung gab zudem bekannt, dass bis Jahresende noch rund 1.000 Asylbewerber untergebracht werden müssen. Durch einen weiteren Dringlichkeitsbeschluss werden künftig weitere 115 Sozialwohnungen für Asylbewerber angemietet werden. In Asylunterkünften sind aktuell rund 1.300 Personen untergebracht, in bereits 500 Wohnungen etwa 1.200.

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