Düsseldorf: Waffenverbot für die Altstadt?
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Freitag, 8.Dezember.2017

Düsseldorf: Waffenverbot für die Altstadt?

Zur Verhinderung weiterer Messerstechereien in der Düsseldorfer Altstadt zieht die
Landeshauptstadt nun ein Waffenverbot für die Altstadt ernsthaft in Erwägung.
Konkret möchte die Stadt Düsseldorf aufgrund der zunehmenden Messer-Attacken
ein Waffenverbot für die Altstadt beschließen. Verstöße gegen das Verbot sollen mit
Bußgeldern bis zu 10.000 Euro bestraft werden.
Ein solches Verbot würde weit über das bereits in der Bundesrepublik bestehende
Waffengesetz hinausgehen. So sollen auch Schreckschusswaffen, Messer aller Art,
Reizstoffsprühgeräte ohne amtliches Prüfzeichen, Tierabwehrsprays,
Elektroschockgeräte davon erfasst sein können.
Hintergrund der Debatte in Düsseldorf ist die dramatische Zunahme von
Messerstechereien in NRW. Insbesondere an Wochenenden häufen sich solche
Angriffe. Bei den Tätern handelt es sich zumeist um junge Männer mit
Migrationshintergrund.
Ende November wurde bekanntlich an einer Bushaltestelle in Oberhausen ein 28-
jähriger Mann zu Tode gestochen. Daraufhin wurde gegen zwei Beteiligten
Untersuchungshaft verhängt. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um junge
Männer mit marokkanischem Migrationshintergrund.
Zum geplanten städtischen Waffenverbot in Düsseldorf erklärt die PRO NRW
Generalsekretärin Katja Engels:
„Ich finde es erschreckend, wie negativ die Sicherheitslage sich in der gesamten
Bundesrepublik und gerade auch in Düsseldorf, insbesondere seit 2015, verändert
hat. Mich würde daher sehr interessieren, um welche Tätergruppen es sich dabei
handelt. Hierbei darf nichts politisch korrekt vertuscht werden. Nach meiner
Überzeugung muss der Rechtsstaat alle Möglichkeiten ergreifen, um seine Bürger zu
schützen. Daher befürworte ich die Überlegungen der Stadt Düsseldorf, wenn dann
auch entsprechende umfangreiche Kontrollen stattfinden und Verstöße massiv
geahndet werden.“

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