Aktuelles / Dienstag, 12.Oktober.2010

"Du hast die Wahl!" – Neues pro-NRW-Jugendflugblatt richtet sich gezielt an Berufsschüler

Mit dem neuen Jugendflugblatt „Du hast die Wahl!“ richtet sich die Jugend pro NRW gezielt an Berufschüler und thematisiert die problematische Lage der in weiten Teilen vernachlässigten Berufsschulen. Kaum Geld für Lehr- und Lernmittel, marode Gebäude und schlecht ausgebildetes Lehrpersonal stehen in einem eklatanten Missverhältnis zu den Milliarden, die vom deutschen Steuerzahler für die katastrophalen Fehlentscheidungen von Bankern ohne ökonomischen Sachverstand aufgebracht werden müssen. Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart und der Preis, den die deutsche Gesellschaft für dieses Kaputtsparen am Ende zu zahlen hat, der wird die Kosten der Finanzkrise bei weitem übersteigen.

Jung, dynamisch, überzeugend - Das neue pro-NRW-Jugendflugblatt setzt wie üblich Maßstäbe.

Aber nicht nur die Ausstattung der Berufsschulen ist ein Desaster. Vielerorts gibt es Berufsschulklassen, die zu mehr als 80 Prozent aus Menschen mit Migrationshintergrund und einem nicht unerheblichen Bildungsrückstand bestehen. In diesem Umfeld ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für die verbliebenen leistungs- und lernwilligen deutschen Schüler nahezu unmöglich. Schülern mit  mangelnden Deutschkenntnissen muss es also ermöglicht werden, in separaten Klassen ihren Lernrückstand aufzuholen. Danach ist ihre Eingliederung in die Regeklassen wesentlich weniger problematisch.

pro-NRW-Jugendbeauftragter Gereon Breuer

Das sind durchaus unangenehme Wahrheiten, welche die Jugend pro NRW in ihrem neuen Jugendflugblatt anspricht. Dessen ist sich auch pro-NRW-Jugendbeauftragter Gereon Breuer bewusst, der zur neuen Kampagne des pro-NRW-Jugendverbandes erklärt: „Gerade das duale Ausbildungssystem hat Deutschland vor allem in handwerklichen, kaufmännischen und technischen Berufen stark und zu einem Vorbild in der Welt gemacht. Dieses nun kaputt zu sparen, das ist ein Verrat an der Zukunft unseres Landes. Natürlich kann es aber auch nicht nur der Staat und damit der einheimische Steuerzahler sein, der das Berufsschulwesen finanziert. Auch die Ausbildungsbetriebe sind durchaus finanziell in die Pflicht zu nehmen, wenn sie Auszubildende mit einem hohen Ausbildungsniveau in ihren Betrieben einsetzen wollen. Beispiele hierfür finden sich unter anderem in der Metallbranche, in der es viele Unternehmen wie beispielsweise Thyssen Krupp gibt, die einen hohen Wert auf die eigenbetriebliche Aus- und Weiterbildung legen und hierfür auch eine kostenintensive Infrastruktur unterhalten. Modelle solcher Art sind durchaus geeignet, mit einer größeren Breitenwirkung Schule zu machen.

Unter allen Umständen gilt es zu verhindern, dass die Berufsschule zur  Problem- bzw. Restschule verkommt. Es gibt leider immer mehr Schüler, die in dem so genannten Berufsgrundschuljahr durch die Berufsschulen in die Arbeitslosigkeit geschleust werden. Hier müssen dringend bessere Lösungen gefunden werden, die nicht zu Lasten der Lernqualität gehen.  Nach den Herbstferien werden wir unser neues Jugendflugblatt massiv an den Berufsschulen des Landes verteilen und damit wieder einmal deutlich machen, dass pro NRW auf der Seite  der Jugend und auf der Seite einer hochwertigen Bildung und Ausbildung steht.“

Das Jugendflugblatt kann nachfolgend in zwei Teilen im PDF-Format heruntergeladen werden:

Außenteil

Innenteil