Aktuelles / Donnerstag, 24.Februar.2011

Don Quijoterie im NRW-Umweltministerium

Der Grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel spürt schon jetzt die Folgen des Klimawandels – natürlich nur „unter Berufung auf den neuen Bericht des Landesumweltamtes.“ Die Winter, so der Bericht, hätten sich seit 1961 um 21 Tage verkürzt. Remmel mahnte, dass die drohende Klimakatastrophe Nordrhein-Westfalen teuer zustehen käme, und phantasierte munter von möglichen 70 Milliarden Euro Folgekosten. Nach Ansicht des Pro-NRW-Generalsekretärs Markus Wiener sei allenfalls ein Politikwandel sichtbar: „Demnächst werden sich Grüne und Rote womöglich noch zu Schamanentänzen treffen, um den Klimagott zu beschwören.“

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

Was im Namen des Klimawandels betrieben werde, so Wiener, sei Angstmache und Abzockerei: „Wenn Herr Remmel hier von 70 Milliarden Euro spricht, soll diese hohe Summe wohl die Investitionen rechtfertigen, die gegen den Klimawandel erfolgen, und die vor allem die rot-grüne Lobby befriedigt. Wenn diese Landesregierung auch nur einen Funken von Seriosität hätte, dann müsste sie zugeben, dass man das Klima nicht durch Kabinettsbeschlüsse beeinflussen kann. Diese Landesregierung kriegt noch nicht mal einen verfassungsgemäßen Haushalt hin, will aber die Temperatur in NRW senken. So was von Irrwitzigkeit ist nicht mal im Karneval tragbar.“

Es sei nichts gegen umweltschonendes Wirtschaften zu sagen, aber darum gehe es im Moment gar nicht mehr: „Mit Windrädern und CO-2-Zertifikaten werden Geschäfte gemacht, mit Umweltzonen die Bürger ausgenommen. Statt den Klimawandel wie Don Quijote die Windmühlenflügel zu bekämpfen – seriöse Wissenschaftler streiten sich sogar noch darum, ob es den überhaupt gibt –, sollte die Landesregierung lieber Szenarien entwickeln, wie sich etwa die Landwirtschaft auf den Klimawandel einstellen sollte. Aber vorausschauende Politik war noch nie Sache der Altparteien.

Es wird wirklich Zeit für Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen!“