Aktuelles / Freitag, 21.Januar.2011

Deutschland soll gerettet werden: durch Zuwanderer und Frauen

Das Thema Fachkräftemangel steht einmal mehr auf der politischen Tagesordnung. Und immer wieder wird die Zuwanderung solcher begehrten Kräfte lautstark gefordert, statt die Abwanderung der eigenen Talente zu verhindern. Ähnlich einfallslos hat sich nun auch wieder die „Bundesagentur für Arbeit“ gezeigt. Sie hat ein Zehn-Punkte-Programm gegen den drohenden Fachkräftemangel erarbeitet und möchte bis 2025 Zuwanderer ins Land locken sowie Frauen stärker integrieren. Judith Wolter kritisierte den Vorstoß der Behörde und warf ihr vor, sich nicht um ihre eigentlichen Aufgaben zu kümmern.

Judith Wolter

Diese Aufgaben, so Wolter, lägen in anderen Bereichen:

„Ich frage mich, ob die Beamten bei der Bundesagentur zu viel Langeweile haben. Mir ist nicht bekannt, dass die Aufgabe dieser Behörde die politische Meinungsbildung ist. Als Verwaltungsträger der deutschen Arbeitslosenversicherung hat sie sich um die reibungslose Erbringung von Sozialleistungen und mit der Arbeitsvermittlung zu beschäftigen. Damit dürfte der Vorschlag aber nichts zu tun haben.

Diese Agentur ist mit über 100.00 Beschäftigten ein Steuergeldvernichter allererster Ordnung, der zudem auch noch ineffizient arbeitet. Dass die Behörde, die am politischen Tropf der Altparteien hängt, schlecht organisiert ist, kann man den Beteiligten sicher nicht anlasten. Wenn diese Damen und Herren aber an die Öffentlichkeit gehen, dann sollten sie lieber erklären, wie man diese Behörde vernünftig reformieren kann. In dieser Form ist sie jedenfalls überflüssig.

Abgesehen von dieser strukturellen Kritik muss man feststellen: Frauen brauchen in Deutschland keine gutmenschlichen Integrationsprogramme, sondern, wie alle anderen Fachkräfte auch, vernünftige Rahmenbedingungen: weniger Bürokratie, weniger Gängelung, weniger Steuerabzocke. Was die ausländischen Fachkräfte anlangt, so kann man auch hier immer nur wiederholen: Solange wie ausgebildete Fachkräfte dem Land den Rücken kehren, wird man kaum auf qualifizierten Zuzug von außerhalb rechnen können – und wenn man noch so viele Programme aufstellt und bunte Broschüren druckt.

Ein Grund für die Auswanderung sind solche bürokratischen Monsterbehörden wie die Arbeitsagentur, die alles Mögliche machen: nur nicht ihre Arbeit.“