Aktuelles / Freitag, 25.Mai.2012

Deutschland braucht ein offenes Debatten-Klima

Die PRO-BEWEGUNG fühle sich durch die Diskussion über das neue Buch Thilo Sarrazins bestätigt, erklärte der PRO-NRW-Generalsekretär Markus Wiener. Es sei richtig gewesen, dass seine Partei das Thema der gemeinsamen Währung in Europa im Wahlkampf aufgegriffen habe. Leider sei die Diskussion über den Euro etwas zu spät gekommen. Die PRO-BEWEGUNG werde sich aber weiterhin konsequent gegen diese gescheiterte Einheitswährung stellen: „Die Bürger in Deutschland sollen endlich selbst entscheiden, ob sie den Euro haben wollen oder nicht.  Wir stimmen Thilo Sarrazin jedenfalls zu: Europa braucht den Euro nicht und Deutschland erst recht nicht.“

Es sei bezeichnend für das Diskussionsklima, wie mit den Thesen Sarrazins umgegangen werde, so der Politologe Wiener:

„Man merkt einmal mehr: Es trifft nicht nur uns als freiheitliche Partei. Sobald jemand in Deutschland eine abweichende Meinung vertritt und entweder Gehör findet oder gar aktiv für eine Veränderung der Verhältnisse eintritt, wird die Kritik plötzlich unsachlich. Man sieht sich mit gemeinsten Unterstellungen und Beleidigungen konfrontiert. Die Würde des Menschen, immerhin höchstes Verfassungsgut, ist plötzlich nichts mehr wert. Ein ehemaliger Minister nennt die Thesen des Ex-Bundesbanker ,Bullshit‘, eine große Zeitung wie die ,Frankfurter Rundschau‘ nennt Sarrazin eine ,lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur‘.

So geht man in Deutschland mit Selbstdenkern um. Als nonkonforme Partei haben wir mit solchen Schmähungen jeden Tag zu leben. Es wäre ein Fortschritt, wenn die erneute Sarrazin-Debatte nicht nur dafür sorgen würde, dass derartig wichtige Fragen wie der Euro oder die Integration endlich offen diskutiert werden würden. Man wäre schon damit zufrieden, wenn die Meinungsmacher in diesem Land einmal einen Gang zurückschalten und die ständige Kriminalisierung auch unserer Partei endlich einmal unterlassen würden. Damit schafft man ein Klima, in dem keine offene Debatte stattfinden kann.“