Aktuelles / Freitag, 2.März.2012

Deutsche Löhne rauf, statt unser Geld ans Ausland verschenken!

Geradezu pervers sei es nach Ansicht des PRO-NRW-Generalsekretärs Markus Wiener, dass etablierte Politiker in der aktuellen Tarifrunde des öffentlichen Dienstes von „leeren Kassen“ faseln, während sie gleichzeitig immer neue Milliarden nach Griechenland und andere EU-Pleitestaaten überweisen. „Der bisher bereits bezahlte oder verbürgte deutsche Anteil ist kurz davor, die 500 Milliarden Euro-Schallmauer zu durchbrechen – und schon wird eine erneute Aufstockung des Rettungsschirmes diskutiert, was zuvor von unseren verlogenen Regierungspolitikern stets kategorisch ausgeschlossen wurde!“

Markus Wiener

Dies alles wirke, so der Politologe Wiener, in höchstem Maße abstoßend auf die normalen Bürger dieses Landes:

„Und das zurecht! Versprochen, gebrochen: das scheint zum neuen inoffiziellen Sinnspruch der Merkel-Regierung geworden zu sein. Das deutsche Steuergeld und das Vermögen unserer Kinder und Kindeskinder wird mit vollen Händen in Richtung EU-Pleitestaaten und internationaler Finanzindustrie ausgegeben, weil immer noch zu viele Bürger still halten und sich nicht aktiv wehren, z.B. mit einer Mitgliedschaft bei PRO KÖLN oder PRO NRW. 

Gleichzeitig erdreistet sich jetzt ein CSU-Innenminister Friedrich von ‚leeren Kassen‘ zu phantasieren, wenn für städtische Angestellte, Feuerwehrleute, Krankenschwestern oder Müllwerker eine Löhnerhöhung gefordert wird, die endlich auch mal wieder über der Inflationsrate liegt. Wer hunderte Milliarden ans Ausland verschenkt oder verbürgt, der hat nicht das Recht, seinen eigenen Mitarbeitern und Bürgern finanzielle Zurückhaltung aufzuerlegen! Noch dazu, wo das angesichts steigender Inflationszahlen real einen Lohnverzicht bedeuten würde!

Soll Frau Merkel doch einfach mal bei ihrem Freund Draghi in  der Europäischen Zentralbank anrufen und ein paar Milliardchen für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Deutschland anfordern. Meisterdrucker Draghi hat doch in den letzten Monaten einfach mal so rund 1 000 Milliarden Euro aus dem nichts erschaffen und den europäischen Banken fast zum Nulltarif hinterher geworfen. Da würden doch jetzt acht oder zehn Milliardchen für deutsche Angestellte wirklich nicht mehr ins Gewicht fallen ….

Denn die Zeit des Gürtel-enger-schnallens für Deutschland muss endlich vorbei sein, wenn als ‚Dank‘ für diese Sparbemühungen unser Geld an Griechenland und Co. verschenkt wird! Das gilt sowohl für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, als auch für alle in der Privatwirtschaft Beschäftigten! Die PRO-BEWEGUNG wird sich dieser Ungerechtigkeit auf jeden Fall verstärkt annehmen und z.B. Solidaritäts-Resolutionen mit den städtischen Bediensteten in die NRW-Kommunalparlamente einbringen“, schließt Wiener, der auch als Stadtrat für PRO KÖLN in der Millionenstadt am Rhein tätig ist.