Aktuelles / Donnerstag, 8.August.2013

Das neue Familienbild des Bundespräsidenten? Ein seltsamer Besuch…

Das traditionelle Familienbild wandelt sich: Homo-Ehe, Adoptionsrecht für Gleichgeschlechtliche und Ehegattensplitting sind Themen, die von Zeit zu Zeit und besonders vor Wahlen breit diskutiert werden. Aber auch andere Formen des Zusammenlebens gibt es, die eher selten den Weg in die Öffentlichkeit finden, und wenn, völlig unkritisch behandelt werden. Es geht um die Polygamie, die Vielehe, die in muslimischen Familien weit verbreitet ist. So ist die Vielehe besonders bei Arabern gang und gäbe, Experten schätzen, daß bereits rund 30 Prozent aller arabischstämmigen Männer in Berlin mit mindestens zwei Frauen verheiratet sind.

Da Vielehe in Deutschland nicht zulässig ist, heiraten die betreffenden Araber eine Frau staatlich, weitere Frauen islamisch. Die durch einen Iman geschlossenen islamischen Ehen unterlaufen somit das Verbot der Polygamie. Die Scharia läßt Vielehen mit bis zu vier Frauen zu. Nicht selten sind heutzutage Mini-Harems mitten in Deutschland bittere Realität, die Dank Hartz IV auch noch finanziell abgesichert sind. Mit Wohngeld, Kindergeld und Erziehungsgeld, gezahlt einmal für ein Paar und zusätzlich für zumindest eine Alleinerziehende, ist für die Großfamilien problemlos ein geruhsames Leben am Rande des Existenzminimums möglich – sogar ohne, daß das Familienoberhaupt einer geregelten Arbeit nachgehen muß.

Und wie wird die Vielehe von unseren Politikern und den Medien nun thematisiert? Wird das Unterlaufen des Rechtsstaates durch die Mehrfachehen kritisiert? Wird stärker kritisiert? Kontrollieren die Sozialämter durchgreifend? Wird das damit einhergehende verachtende Frauenbild kritisiert?

Eine Antwort auf die Fragen gibt der Fall Tatari mitten hier in Gelsenkirchen: Bundespräsident Joachim Gauck hat kürzlich die Ehrenpatenschaft für den drei Monate alten Ismail Tatari übernommen. Ein Glückwunschschreiben Gaucks wurde seinen Eltern im Schloß Horst überreicht. Dazu spendierte der Präsident 500 Euro, die Stadt Gelsenkirchen gab nochmals 100 Euro hinzu. Der Haken dabei: Ismail ist das siebte von acht Kindern der Familie Tatari, zu der ein Vater und zwei Mütter gehören. Völlig unkritisch schreibt die WAZ zur Familie: „Im ersten Stock des Mehrfamilienhauses an der Ückendorfer Straße ist es selten still. Kein Wunder, hier leben ja auch 13 Personen in einem Haushalt. Die Brüder Hasan, Murat, Isa und Elmedin lehnen lachend im Türrahmen und freuen sich über den Besuch. Herzlich grüßen die Großeltern, die ebenfalls hier wohnen. Zeynel-Abedin tapst ins Wohnzimmer, seine Schwester Zeynep hinterher – sie ist das einzige Mädchen unter den Kindern.“

Die WAZ bezeichnet das Familienkonzept zumindest als „ungewöhnlich“.  So ist der Familienvater auch arbeitssuchend. Sonstige kritische Äußerungen finden sich nicht, es handelt sich ja um Ausländer, die offenbar nicht kritisiert werden dürfen.

„Man fühlt sich in einer verrückten Welt. Gerade die Politik, die sonst immer sehr schnell und lautstark für Emanzipation, Frauenrechte und Gleichstellung trommelt, bleibt beim Thema Vielehen seltsam stumm“, merkt Kevin Hauer an. Der Vorsitzende der Fraktion von PRO NRW im Gelsenkirchener Stadtrat kritisiert die Aufwertung solcher Vielehen durch den Bundespräsidenten und die Stadt Gelsenkirchen: „Durch Geldgeschenke fühlen sich die Polygamisten auch noch im Recht. Vielehen sind verboten, da kann man das nicht auch noch durch Geldgeschenke aufwerten“, fordert Hauer. „Es kann nicht sein, daß Vielehen stillschweigend geduldet und sogar noch durch Geld vom Steuerzahler gefördert werden. Unser Rechtsstaat muß sich am Grundgesetz orientieren und darf nicht durch die Scharia, die Vielehen zuläßt, ausgehöhlt werden. Wir von PRO NRW würden das nicht zulassen, hätten wir die politische Verantwortung inne, verspricht der Politiker und Familienvater.