CDU will dreist Fortschritte im Tierschutz zurücknehmen!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Montag, 3.September.2018

CDU will dreist Fortschritte im Tierschutz zurücknehmen!

Ab. 1. Januar 2019 sollte mit der Tierquälerei bei der Ferkelkastration endgültig Schluss sein. Das novellierte Tierschutzgesetz sieht dies ausdrücklich vor. Jetzt will
eine CDU-Initiative, der sich auch die NRW- Landesregierung angeschlossen hat, diese Tierquälerei bis 2023 fortsetzen.
Für PRO NRW ist dies erneut ein Beweis dafür, dass der Tierschutz für die CDU
keinerlei Relevanz hat.

PRO NRW fordert die NRW-Landesregierung auf, dass Tierleiden bei der betäubungslosen Ferkelkastration zu beenden und im Bundesrat gegen eine Verschiebung des Enddatums für diese Tierquälerei über den 1. Januar
2019 hinaus zu stimmen.

Eigentlich soll das Tierschutzgesetz Tiere vor Schmerzen schützen. § 5 des
Tierschutzgesetzes schreibt vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier
nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings die Ausnahme
zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden
dürfen.

Grund für diese Ausnahme ist der für manche Menschen unangenehme Geruch und
Geschmack, den das Fleisch von Ebern bzw. nicht kastrierten männlichen
Mastschweinen haben kann. Aus diesem Grund werden in der Bundesrepublik
jährlich 20 Millionen männliche Schweine betäubungslos kastriert. Dieser
Tierquälerei soll die Novelle des Tierschutzgesetzes ab 1. Januar 2019 endlich ein
Ende machen.
Jetzt will die NRW-CDU das Leid der jungen Eber weiter 5 Jahre verlängern. Das
bedeutet, dass in der Bundesrepublik weitere 100 Millionen Tiere betäubungslos
kastriert werden.

PRO NRW fordert noch einmal ausdrücklich, dass es beim beschlossenen Verbot der
betäubungslosen Ferkelkastration ab 1. Januar 2019 bleiben muss. Der Versuch der
CDU, dass Verbot der Ferkelkastration unterstützt von entsprechenden Lobby-
Verbänden zu unterlaufen, muss entschieden zurückgewiesen werden.

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