Aktuelles / Mittwoch, 1.Februar.2012

Bonn/Solingen: "Bereicherung" durch salafistische Hassprediger

NRW ist im Zeitraum der Jahreswende 2011/2012 um zwei salafistische Haßprediger „reicher“ geworden: Denis Mamadou Cuspert alias „Deso Dogg“ alias „Abou Maleeq“ alias „Abu Talha Al Almani“ hat es von Berlin nach Bonn verschlagen. Sein Gesinnungsgenosse österreichischer Staatsbürgerschaft, Mohammed M. alias „Abu Usama al-Gharib“, der wegen terroristischer Umtriebe vier Jahre Haft zu verbüßen hatte und anschließend in die Bundeshauptstadt gezogen ist, soll laut Informationen der Zeitung Die Welt mittlerweile Imam in der Solinger Millatu-Ibrahim-Moschee sein.

Zu den beiden NRW-Neulingen weiß die Islam-Extremismus-Expertin Claudia Dantschke zu berichten: „Beide galten in Berlin als die gefährlichsten Propagandisten und wurden dementsprechend beobachtet.“ Unter Kennern der Materie gilt es als sicher, daß die deutschsprachige Szene salafistischer Haßprediger sich im Westen der Republik zu konzentrieren versucht. Hierzu führt die Arabistin Dantschke ferner aus: „Die Verlagerung von Millatu Ibrahim nach Solingen und der Umzug von Ex-Rapper Denis C. nach Bonn schaffen bessere Voraussetzungen für die radikalen Elemente, sich in diese Bemühungen einklinken und deren Ausrichtung mitbestimmen zu können.“

Nico Ernst

„Cuspert, unter welchem Pseudonym er auch in Erscheinung treten mag, ist für meine freiheitliche Partei PRO NRW und mich eine persona non grata, da er mehrfach die deutsche Nation beleidigt hat, was u. a. zu staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen ihn führte“, erklärt der Bonner Stadtverordnete Nico Ernst und führt weiter aus:

„Für die Ratssitzung vom 2. Februar 2012 habe ich einen Änderungsantrag eingereicht, der eine Mitgliedschaft unserer Bundesstadt im Bündnis Städte gegen Islamisierung vorsieht. Cuspert ist in diesem Zusammenhang ein lebendes Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Wir alle sind gefragt, unsere Stadt nicht zu einem Mekka für religiöse Fanatiker verkommen zu lassen.“