Aktuelles / Donnerstag, 5.April.2012

Bonn: Unsinniger Aktionismus gegen Paul von Hindenburg

Derzeit sind der „Aktionskünstler“ Alfred Kerger und der „Antifa“-Mann Jürgen Repschläger von der Ratsfraktion der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ darum bemüht, jeglichen Bezug Bonns zum bislang einzigen Staatsoberhaupt der Deutschen mit direktdemokratischer Legitimation, zu Reichspräsident Paul von Hindenburg, zu tilgen. Dem linksradikal motivierten Bildersturm sollen der Hindenburgplatz in Dottendorf, die Hindenburgallee in Plittersdorf und die Ehrenbürgerschaft der Bundesstadt zum Opfer fallen. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sekundiert verhalten das Ansinnen Kergers und Repschlägers: „Allein die antidemokratische Haltung Hindenburgs und die Ausnutzung seiner Befugnisse als Reichspräsident, die Formung eines autoritären Staates zu befördern, machen ihn als Ehrenbürger fragwürdig.“

Zentral wird in der Kritik an Generalfeldmarschall von Hindenburg sein Fehler genannt, Adolf Hitler im Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt zu haben. Dass Hindenburg von Hitler nicht wirklich viel hielt, trat anhand seiner Bezeichnung des NSDAP-„Führers“ als „böhmischer Gefreiter“ deutlich hervor. Hitler wiederum missachtete Hindenburg, indem er bereits am 1. August 1934, einen Tag bevor das 86-jährige Staatsoberhaupt seinen Todeskampf verlieren sollte, ankündigte, über die Personalunion der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers eine Volksabstimmung vornehmen zu lassen. Von Respekt keine Spur.

Nico Ernst

„Gegen den Bildersturm auf die Person Paul von Hindenburgs finden sich zum Glück viele Stimmen in unserer Stadt“,

äußert sich daher der Bonner PRO-NRW-Ratsherr und Landtagskandidat Nico Ernst zum Geschehen.

„Der Kommentator Martin Ochmann vom General-Anzeiger (GA) bezieht diesbezüglich eine sehr ausgewogene Position. Seiner Meinung nach müsse Hindenburg als historischer Akteur mit der nötigen kritischen Distanz betrachtet werden, jedoch sei eine Löschung seines Namens aus dem Stadtbild überzogen. Die überwältigende Mehrheit der Internet-GA-Leser äußerte sich bislang auf dem Wege schriftlicher Kommentare in gleicher Weise. Meine BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW und ich empfinden es ferner als extrem heuchlerisch, wenn Linksaußen-Aktivisten sich auf einzelne Persönlichkeiten einschießen, aber zugleich kommunistische Hochverräter wie Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann ehren.