Aktuelles / Mittwoch, 20.Oktober.2010

Bonn: Stadtrat Ernst im Kampf gegen die Großmoschee

Das Engagement des Pro-NRW-Ratsherrn Nico Ernst gegen eine geplante Großmoschee in der Bundesstadt Bonn hat nun auch im politischen Internetforum „DeutschlanEcho“ seinen Niederschlag gefunden. Im Interview mit dem Netzmagazin bekundet Ernst die Entschlossenheit des Bonner Kreisverbandes, energischen Widerstand gegen die Islamisierungspläne zu leisten, auch mit Demos und anderen öffentlichen Aktionsformen.

Hier das Interview mit Stadtrat Nico Ernst im Wortlaut:

Nico Ernst, pro-NRW-Stadtverordneter in der Bundesstadt Bonn und neuer stellvertretender Kreisvorsitzender des örtlichen pro-NRW-Verbandes.

DeutschlandEcho: Herr Ernst, Sie sitzen als einzelnes Mitglied für pro NRW im Rat der Bundesstadt Bonn. Dort ist dem Plan zum Bau einer Großmoschee grünes Licht gegeben worden. Wie steht pro NRW zu diesem Vorhaben?

Nico Ernst: Als einziges Ratsmitglied habe ich knapp zwei Monate nach meiner Amtseinführung am 16. Dezember 2009 gegen das vom Al-Muhajirin-Verein vorgelegte Nutzungskonzept für eine Großmoschee in Alt-Tannebusch gestimmt. Am Folgetag hieß es bloß im GENERAL-ANZEIGER BONN, der größten Tageszeitung der Region, bei einer Gegenstimme seien die Pläne größtenteils absegnet worden. Von wem und welcher Partei diese Gegenstimme kam, wurde geflissentlich ausgelassen. Die Vertreter aller anderen Parteien und Wählervereinigungen beschworen das naive Wunschdenken von Multikulti mit viel “Friede-Freude-Eierkuchen”.Die CDU initiierte noch gemeinsam mit der FDP ein Scheinmanöver, indem beide Fraktionen gegen den Verkauf von Lebensmitteln im künftigen islamischen Gemeindezentrum votierten, während der Bau einer Großmoschee als solcher nie in Frage gestellt worden ist. Hierfür gab es erboste Reaktionen seitens der Ratsgruppe “Bündnis für Frieden und Fairness”, eines Ablegers der türkischen Regierungspartei AKP, der sich heute “Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit” nennt. Dieser politische Arm des Rats der Muslime in Bonn beklagte, die Christdemokraten und Liberalen würden ein “Vertrauensverhältnis” zerstören, wenn sie nicht vollumfänglich den Forderungen von Al-Muhajirin zustimmen sollten.

DeutschlandEcho: Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um den Plänen Widerstand entgegen zu setzen?

Nico Ernst: Da der Bau der Großmoscheen an der Brühler Straße (Al-Muhajirin) und am nur etwas mehr als eine Straßenbahnhaltestelle entfernten Hochstadenring (der staatlich-türkische Verein DITIB) politisch gewollt ist, können wir als Bürgerbewegung pro NRW dahin gehend ein Zeichen setzen, dass viele Menschen in unserer Stadt die Errichtung dieser islamischen Machtsymbolik rundweg ablehnen. Im Frühjahr 2011 wird es aus diesem Grunde eine Demonstration gegen die beiden Bauprojekte geben. Da unsere Partei in Bonn die einzige ist, die sich politisch wahrnehmbar gegen die Islamisierung stellt, tragen wir eine große Verantwortung. Dieser Rolle wollen wir mit unserer öffentlichen Protestveranstaltung gerecht werden.

DeutschlandEcho: Warum erst 2011?Nico Ernst: Weil mit der Demonstration in Mönchengladbach-Eicken Anfang des Monats für pro NRW die Saison der großen Veranstaltungen unter freiem Himmel zu Ende gegangen ist.

DeutschlandEcho: Es gibt eine Veranstaltungs-Saison?

Nico Ernst: Grundsätzlich kann pro NRW immer reagieren, wenn aktuelle Probleme dies erfordern. Wir haben auch schon im Januar und Februar demonstriert, jedoch werden wir in den nächsten Monaten den Fokus auf Saalveranstaltungen legen.

DeutschlandEcho: Erhoffen Sie sich für Ihre Partei durch die Demonstration weiteren Zulauf von Bürgern, die von den „großen Parteien“ übergangen wurden? Ein Mandat im Stadtrat, da ist noch deutlich Luft nach oben…

Nico Ernst: Selbstverständlich ist es unser Ziel, bei der Kommunalwahl 2014 mindestens die Fraktionsstärke zu erreichen. Im Bonner Rat wären das drei Sitze, die mit etwa vier Prozent der Wählerstimmen sicher wären. Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009, die bereits knappe neun Monate nach unserer Verbandsgründung stattfand, hat unsere Partei 1,58 Prozent bei etwas über 2.000 Wählerstimmen geholt. Am 9. Mai 2010 anlässlich der Landtagswahl waren es schon 1,86 Prozent stadtweit bei rund 2.600 Wählern. Jeder politisch Interessierte weiß, dass eine Landtagswahl insbesondere für neue Formationen ein hartes Stück Arbeit ist. Ein Großteil der Wähler lässt sich vom Argument der “verschenkten Stimme” auf Grund der Fünf-Prozent-Hürde beeinflussen. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, bei möglichst vielen Bürgern Bonns persönlich bekannt zu werden, damit unsere Bürgerbewegung pro NRW nicht länger eine anonyme Partei im Kampf für die Freiheitsrechte und gegen die Islamisierung bleibt. Unsere politischen Anliegen müssen mit Personen vor Ort verbunden werden.

König-Fahd-Akademie in Bonn (Foto: Wikipedia/Hans Weingartz)

Dass so manche Wähler sich von den Altparteien übergangen fühlen, lässt sich auch in unserer Stadt anhand der Ergebnisse ablesen. Unsere Hochburgen liegen in der Ortschaft Medinghoven, wo gewisse Jugendliche “mit Migrationshintergrund” die verbliebenen deutschen Einwohner terrorisieren, was sich in zahlreichen Brandstiftungen, blinder Zerstörungswut, Raubüberfällen auf Busse des ÖPNV und sogar Steinwürfen auf selbige Fahrzeuge äußert. Ein anderer Stadtteil mit hoher Zustimmung durch den Wähler ist der Heiderhof, der im Erscheinungsbild noch bürgerlich ist, jedoch wegen einer rasanten Zunahme der islamischen Wohnbevölkerung sozial zu kippen droht, zumal die skandalträchtige König-Fahd-Akademie ganz in der Nähe liegt. Was uns nach der Landtagswahl besonders gefreut hat, war ein Ergebnis von über fünf Prozent in der Tannenbuscher Vogelsiedlung, die in direkter Nachbarschaft zur Brühler Straße gelegen ist. Dort, wo der Schuh am heftigsten drückt, sind die Bürger am ehesten bereit, den Altparteien die verdiente Rote Karte zu zeigen.

DeutschlandEcho: Wie sieht derzeit die Mitgliederentwicklung Ihres Verbandes in der Bundesstadt Bonn aus? Die Parteiführung hat nach eigenen Aussagen vom Sarrazin-Hype ja durchaus profitiert.

Nico Ernst: Es trifft zu, dass viele Leute sich erst seit der Sarrazin-Debatte ernsthafte Gedanken darüber machen, was in unserem Lande eigentlich los ist. Dementsprechend haben sich in der letzten Zeit nicht wenige Interessenten bei unserem Verband gemeldet. Ich persönliche schätze sehr die Tatsache, von ganz unterschiedlichen Personen Hintergrundinformationen aus erster Hand zu erhalten. Mitglieder und Anhänger unserer Partei, die in den sozialen Brennpunkten Bonns leben oder arbeiten, können einen weitaus besseren Einblick ins Geschehen gewähren, als dies über die lokalen Massenmedien möglich ist. Beispielsweise ist unser Verband bestens über die Verhältnisse in den Problemgebieten im Westen (Bezirk Hardtberg) und Süden (Bezirk Bad Godesberg) der Stadt im Bilde. Dort versagen Kommune und Staat auf ganzer Linie. Etliche persönliche Gespräche mit Lehrern, Angestellten der Stadtwerke Bonn oder auch Polizisten lassen nur noch diesen Schluss zu. Unser unnachgiebiges Erinnern an die Unzulänglichkeiten der öffentlichen Institutionen wird von den Menschen honoriert, weshalb ich sehr zuversichtlich bin, was die Zukunft unseres Verbands anbelangt.

DeutschlandEcho: Herr Ernst, vielen Dank für das Gespräch!

Nico Ernst: Keine Ursache.