Regional / Freitag, 4.Juni.2010

Bonn: Brief an OB Nimptsch wegen Linksrandale

Überall in NRW gibt es aufgrund der aktuellen Vorfälle in Nahost derzeit linksextreme und oftmals nicht angemeldete islamistische Aufmärsche gegen den Staat Israel, die USA und den Westen an sich. Oftmals kommt es dabei zu wüsten Szenen, Beleidigungen und gar körperlichen Angriffen, so  auch in der Bundesstadt Bonn am Rande eines PDS/Die Linke-Aufmarsches am 31. Mai , wo ein amerikanischer Sportjournalist von radikalen Israel-Hassern bewusstlos geschlagen wurde. Der Pro-NRW-Kreisvorsitzende Detlev Schwarz nahm dies zum Anlass, sich in einem offenen Brief an den Bonner Polizeipräsidenten und den Oberbürgermeister Nimptsch zu wenden:

Sehr Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrter Herr Polizeipräsident,

leider kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass politisch motivierte Gewalt in unserer Stadt unter den Teppich gekehrt werden soll. Ein Vorfall vom 31. Mai 2010 ist in dieser Hinsicht als skandalös zu bezeichnen. An diesem Tag rief die SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ spontan zu einer Kundgebung am Münsterplatz gegen das militärische Vorgehen der israelischen Armee auf dem türkischen Schiff „Marmara“ auf. Einige der Demonstranten stürmten das Café „Starbucks“, um dort zufällig anwesende Kunden zur Teilnahme an ihrer Kundgebung zu nötigen.

Ein couragierter Mann schritt ein, um die Krawallmacher aufzufordern, gefälligst die Gäste in Ruhe zu lassen. Es handelte sich hierbei um den US-amerikanischen Sportjournalisten Steven Selthoffer. Sein amerikanisches Englisch veranlasste die Randalierer, wüste Parolen gegen die USA und Israel zu grölen. Selbst strafbare Inhalte wie „Tod Israel!“ sollen zu hören gewesen sein. Auf seinem Platz sitzend wurde Selthoffer anschließend brutal attackiert. Ein schwerer Gegenstand, der in Zeitungspapier eingewickelt gewesen ist, traf ihn von oben auf dem Hinterkopf. Er verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Die „Starbucks“-Angestellten haben ihm jede Hilfe verweigert mit dem Hinweis, ihn träfe eine Mitschuld an der Eskalation. Die Gewalttäter konnten unbehelligt entkommen. Im St.-Elisabeth-Krankenhaus meinte später der Notarzt, Selthoffer habe „sehr viel Glück“ gehabt. Wahrscheinlich hat er noch zwei bis drei Wochen unter einem Trauma zu leiden. Der Kommentar des Geschädigten ist beängstigend: „No American or Israeli should feel safe at any Starbucks.“

Obwohl der Vorfall der GABI-Wache gemeldet worden ist, fand sich darüber weder etwas im öffentlichen Bonner Polizeibericht noch in den Lokalmedien. Das erinnert frappierend an den politisch motivierten Gewaltakt gegen meinen Parteifreund und Stadtverordneten Nico Ernst am Abend des 25. November letzten Jahres. Seinerzeit musste der Vorfall erst im Internet veröffentlicht und per Flugblatt im Vorfeld der Ratssitzung vom 26. November 2009 bekannt gemacht werden, bis Sie, Herr Oberbürgermeister, sich widerwillig überwinden konnten, das Geschehene in Teilen einzuräumen.

Ich frage Sie: Muss davon ausgegangen werden, dass linksextreme und islamistische Gewalt in unserer Stadt systematisch verschwiegen werden soll? Wo bleibt der empörte Aufschrei der Stadtspitze, wenn sich derartige Szenen der rohen Gewalt zutragen? Meinen Sie nicht, dass Vorfälle dieser Art bei unzureichender Informationspolitik gegenüber der Öffentlichkeit Ihrem Ansehen schaden könnten? Was gedenken Sie zu tun, um solche Brutalitäten in Zukunft zu verhindern?

Hochachtungsvoll

Detlev Schwarz

Kreisvorsitzender der Bürgerbewegung pro NRW in Bonn