Aktuelles / Freitag, 4.Februar.2011

Bonn: Multi-Kulti-Veranstaltung offenbart schwieriges Verhältnis zwischen Demokratie und Islam

In Bonn fand am 31.1.2011 eine unter dem Motto „Zusammenleben gestalten – Muslimische Kinder in Kindergarten und Schule“ stehende Diskussionsveranstaltung statt. Wie so oft wurde der Versuch unternommen zu beschwichtigen, zu verharmlosen oder zu beschönigen. Diese Tunnelblick-Perspektive gipfelte in der Aussage eines Realschulrektors, er lasse sich nicht emotional „runterreißen“.

Als Beispiel sei ein Auszug aus dem Bericht des Bonner General-Anzeigers vom 2.2.2011 über diesen Pseudodialog genannt. Ein Bonner Lehrer fragt: „Und müssen wir hinnehmen, wenn unser Martinsfest zum Lichterfest umgetauft wird? Ja, meinte eine muslimische Mutter.“

Zu dieser und einer im Anschluss von einem Deutsch-Türken vorgebrachten Bemerkung, was denn dagegen einzuwenden sei, wenn in einer Grundschule 80% der Eltern und Lehrer für eine Umwandlung dieses Festes gestimmt hätten, dies sei doch Demokratie, stellt der bildungspolitische Sprecher von Pro NRW, Torsten Lange, fest:

Torsten Lange, Ex-Bundestagsabgeordneter der Grünen und bildungspolitischer Sprecher der Bürgerbewegung pro NRW

„Es handelt sich hier um keine lokale Bagatelle, sondern um die von Gutmenschen ignorierte Umsetzung der Erdoganschen Drohung, Demokratie sei der Zug, auf den der Islam aufspringe. Abgesehen davon, dass dieses auch von Linken genutzte Demokratieargument schief liegt (nach solchem Prinzip könnte eine Mehrheit auch beschließen, den Schwimmunterricht aus Rücksicht auf Musliminnen abzuschaffen, keine Frauen mehr unterrichten zu lassen , Kopftücher als verpflichtende Kopfbedeckung vorzuschreiben, Schweinefleisch zu verbieten, etc.), wird hier unterschwellig der Zusammenhang von Demokratie und Leitkultur absichtsvoll unterschlagen!

Wer meint, zur gelungenen Integration genüge die Einhaltung der Grundrechte und die Beherrschung der deutschen Sprache, springt zu kurz. Europäische Demokratien basieren auf dem Zusammenhang einer 2000 Jahre alten und durch die Freiheitsgedanken der Aufklärung bereicherten christlich-abendländischen Kultur. Demokratie ohne Beharren auf dem eigenen geschichtlichen Traditionszusammenhang würde zur reinen Formaldemokratie erstarren und den durch den Faktor Demographie machtvollen Ansprüchen einer islamischen Kultur erliegen.

Die durch die Altparteien verursachte Politik des vorauseilenden Gehorsams gegenüber dem Islam fordert uns zum Kampf um unsere Kultur und damit zum Kampf um unsere Demokratie heraus. Immer mehr Menschen erkennen trotz Medienblockade und Linksterror, dass pro NRW diesen Kampf auf der Ebene unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates zu führen bereit und in der Lage ist.“