Aktuelles / Dienstag, 19.April.2011

Bonn: "Hasenfest" statt Ostern

Die Ausblendung von Inhalten religiöser Feste ist ein Phänomen, das es in der westlichen Welt bereits seit einigen Jahren gibt. Den neuesten Vorstoß hat in Bonn die Thalia-Buchhandlung gewagt, die seit November 2010 das Gebäude des ehemaligen Kinos Metropol am Marktplatz nutzt. Die Oster-Aktion firmiert dort unter „Hasenfest“, was Katholiken und Protestanten der Stadt auf den Plan ruft. Auf der Internet-Seite des Bonner Münsters lässt Stadtdechant Wilfried Schumacher die Öffentlichkeit wissen, dass er die Geschäftsräumlichkeiten von Thalia nicht mehr betreten wird, dies möchte er aber nicht als einen allgemeinen Boykottaufruf verstanden wissen, „wohl aber als Ermutigung, dass Christen Flagge zeigen sollen. Wir sollten aufpassen, dass aus dem Osterfest nicht das Hasenfest wird.“

Eines wird in der Berichterstattung über die empörten Reaktionen auf das „Hasenfest“ ausgeblendet: Die Schaffung eines religiösen Vakuums animiert streng missionarische Glaubensgemeinschaften, dieses neu auszufüllen. In Deutschland ist das zweifelsohne der Islam, da seine Anhänger genügend Eifer an den Tag legen, aufgegebene Positionen dauerhaft für ihre Religion in Beschlag zu nehmen. Kulturhistorisch handelt es sich bei Ostern um das germanische Frühlingsfest, welches später mit dem christlichen Inhalt der Kreuzigung und Auferstehung Jesu verbunden worden ist. Wenn der Islam diesen christlichen Wesenskern verurteilt, ist dies ein internes Problem, das den europäischen Gesellschaften herzlich egal sein kann.

Detlev Schwarz, pro-NRW-Kreisvorsitzender in Bonn

„Sehr interessiert bin ich an der Beantwortung der Frage, was passieren würde, wenn deutsche GutmenschInnen einmal versuchen sollten, islamische Feste zu säkularisieren, damit alle mitfeiern können. Der Aufschrei der muslimischen Gemeinden wäre sicherlich unüberhörbar“, schätzt der Bonner PRO-NRW-Kreisvorsitzende Detlev Schwarz die Lage der Dinge ein. „Das System der Einbahnstraße stört mich gewaltig. Die Mehrheitsgesellschaft soll in die selbstverordnete Defensive gehen, während oftmals anstößige Offensiven einer Minderheit mit guter Miene zum bösen Spiel hingenommen werden sollen. Unser kulturelles Erbe ist eine Selbstverständlichkeit, das nicht schamhaft mit einer ausweichenden Symbolik übertüncht gehört, was für alle hier lebenden Menschen gilt, egal ob Christen, Atheisten oder Muslime!“