Regional / Mittwoch, 28.August.2013

Bonn: Asylanten-Schleuser festgenommen!

Am gestrigen Dienstag hat die Bundespolizei allem Anschein nach per Großeinsatz einen internationalen Schleuser-Ring gesprengt. Zwei Bonner sollen syrische Staatsangehörige aus der Türkei heraus nach Deutschland geschleust haben.

Inn Nordrhein-Westfalen und dem Saarland wurden zehn Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Dabei vollstreckten die Ermittler einen Haftbefehl und stellten Beweismittel sicher.

Die zwei Deutsch-Syrer (49 und 52 Jahre alt) aus Bonn sollen Syrer auf verschiedenen Strecken aus der Türkei herausgeschmuggelt haben – beispielsweise über Rumänien, Bulgarien und Österreich. Die beiden Männer sollen verschiedene Routen und Verkehrsmittel für ihre Taten genutzt haben. So planten die Beschuldigten nach Angaben der Polizei illegale Einreisen nach Deutschland sowohl per Luft als auch per Land.

Die Flüchtlinge wurden mit gefälschten Reisedokumenten ausgestattet. Die Ermittlungen werden bereits seit November 2012 geführt. Die Ermittler werfen den Hauptbeschuldigten vor, Teil einer internationalen Schleuserbande zu sein. Als Schleuserlohn seien jeweils Beträge im hohen vierstelligen Bereich fällig gewesen.

Zur Thematik äußerte sich das PRO-NRW-Vorstandsmitglied Christopher von Mengersen:

CvM1„Wir von PRO NRW begrüßen diesen längst fälligen Schlag gegen den organisierten Asylbetrug. Schleuser und deren Helfer gehören zu den widerwärtigsten Subjekten die auf dieser Erde anzutreffen sind, da sie sich wissentlich am Elend und Leid anderer Menschen bereichern und diese im Zweifel auch skrupellos über den Tisch ziehen. Wir fordern daher die Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft für beide Deliquenten, deren sofortige Abschiebung und eine rasche und konsequente Prüfung der Asylanträge der nach Deutschland Überführten. Da es sich bei Syrien um ein Land in innerer Zerrüttung handelt, gehen wir davon aus, dass durchaus Grundlage für die Gewährung von Asyl besteht. In diesem Fall begrüßen wir die Aufnahme der Flüchtigen bis zum Ende der Gewalt in ihrem Heimatland!“

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