Aktuelles / Mittwoch, 15.Dezember.2010

Bonn: Al-Muhsinin-Moschee gibt sich harmlos

Für den 2. Januar 2011 reichte der pro-NRW-Kreisverband Bonn bei der Polizei die Anmeldung einer Mahnwache gegen ein geplantes Seminar von Salafisten in der Al-Muhsinin-Moschee ein. Mittlerweile haben die religiösen Extremisten dieser illustren Gemeinde kalte Füße bekommen und die Veranstaltung abgesagt. Selbstverständlich wird es demnächst trotz des nicht stattfindenden Seminars öffentlichkeitswirksame Aktionen gegen Al-Muhsinin, den „Rat der Muslime in Bonn“ und seinen politischen Arm, das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ geben. Der bundesstädtische Verband von pro NRW berichtet hierzu:

Unter den Salafisten Bonns, den radikal rückwärtsgewandten Muslimen, gibt es lange Gesichter. Grund: Von der Al-Muhsinin-Moschee wurde das für den Jahreswechsel anberaumte Seminar mit den Hasspredigern Abu Dujana, Abu Abdullah und Abu Nagie abgesagt. Ein Anlass zur Entwarnung ist jedoch nicht gegeben. Erst im August 2010 fand nämlich eine salafistische Vortragsreihe in der arabischen Moschee Beuels statt. Seinerzeit haben die dschihadistischen Anhänger des Propheten im Stillen das Seminar geplant und durchgeführt. Die öffentliche Empörung blieb somit aus.

Höchst interessant sind die Begleitumstände der Terminstornierung. Der „Rat der Muslime in Bonn“ weigerte sich, eine Distanzierung von seiner geheimdienstlich beobachteten Mitgliedsgemeinde Al-Muhsinin auszusprechen. Man sei gegen eine Verurteilung auf Grund der Gesinnung und setze vielmehr auf den „Dialog“. Ins selbe Horn stieß die örtliche „Integrationsbeauftragte“ Coletta Manemann (Bündnis 90/Die Grünen), indem sie ihre Absichten wie folgt darlegte: „Für solche Diskussionen möchte ich alle Moscheegemeinden gewinnen. Eine intensive Bildungs- und Informationsarbeit in Bezug auf radikale muslimische Gruppierungen, die eine hohe Anziehungskraft insbesondere auf junge Menschen ausüben, ist notwendig.“

Nico Ernst, pro-NRW-Stadtverordneter in der Bundesstadt Bonn

„Das Vorgehen des ‚Rats der Muslime in Bonn’ gleicht den Argumentationslinien extremistischer Politiker“, konstatiert der bundesstädtische pro-NRW-Ratsherr Nico Ernst. „Kommt die Gretchenfrage nach totalitären Ideologien und entsprechenden Diktaturen, äußern jene Geisterfahrer, man habe es nicht nötig, sich zu distanzieren, stattdessen kommen verstockte Bekenntnisse zu ihren kruden Idolen. Was Manemann anbelangt, möchte ich gern wissen, ob sie sich auch so gesprächsbereit zeigen würde, wenn die italienische Gemeinde Bonns mit den Faschisten liebäugeln, oder die türkischen ‚Grauen Wölfe’ nach mehr Einfluss verlangen sollte? Da die politische Vita der ‚Integrationsbeauftragten’ meinem Verband der Bürgerbewegung bekannt ist, wage ich das arg zu bezweifeln. Die lokalen islamischen Gemeinden genießen seitens der Altparteien ganz offensichtlich einen Sonderstatus.“

Die WDR-Sendung „Westpol“ zur Radikalisierung in Bonn lebender Muslime durch die Al-Muhsinin-Moschee finden Sie hier.