Aktuelles / Dienstag, 15.Februar.2011

Bochum: Graue Wölfe müssen gestoppt werden

Sie sind „rassistisch, gewaltbereit und total organisiert“. Diese Einschätzung der „Grauen Wölfe“ kommt von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Trotzdem hatten die Christdemokraten offenbar in der Vergangenheit bereits Schwierigkeiten, sich von den türkischen Chauvinisten zu distanzieren. Berichte waren vor einem knappen Jahr öffentlich geworden, dass es sich „Graue Wölfe“ im bürgerlichen Schafspelz der CDU bequem gemacht hatten.

Nun werden die türkischen Extremisten auch in Bochum weiter aktiv: Ende November feierten sie im Ortsteil Dahlhausen ein Eröffnungsfest in der früheren Gaststätte „Alt Dahlhausen.“ Dies sei, so der pro-NRW-Bezirksvorsitzende Ruhrgebiet und Gelsenkirchener Stadverordnete, Kevin Hauer, eine unerhörte Provokation.

Kevin-Gareth Hauer, pro-NRW-Bezirksvorsitzender Ruhrgebiet

„Dass das Eröffnungsfest im ‚Alt Dahlhausen’ stattfindet, das hat schon eine tragische Note. Hier versammeln sich antisemitische und chauvinistische türkische Extremisten unter den Augen der Staatsmacht, um ihre offen menschenfeindlichen Ziele von einer schicken Immobilie aus weiter zu führen. Während sich die Bürger besorgt an die Stadt wandten, versucht die örtliche Presse abzuwiegeln. Immerhin gibt man schon zu, dass der Stadtteil gespalten sei“, so Hauer weiter.

Diese Spaltung sei aber keine, die durch die Mitte der Gesellschaft verlaufe: „Wir haben es auf der einen Seite mit islamistischen und chauvinistischen Türken zu tun, die sich in Integrationsverweigerung üben und auf ihrer Seite deutsche Bürger und Politiker, die nichts sehen, nichts hören und nichts sagen wollen und immer noch vom multikulturellen ‚Ringelpietz-mit-Anfassen’ träumen.

Und wir haben auf der anderen Seite Bürgerinnen und Bürger, die um ihre Freiheitsrechte besorgt sind, die sich vor der Dominanz chauvinistischer Gruppen fürchten und um ihre Identität bangen. Auf dieser Seite treffen sich Deutsche, aber auch Türken, Kurden oder Iraker, die als religiös oder politisch Verfolge in Deutschland Schutz gesucht haben. Die müssen jetzt erleben, dass sich die gleichen Kräfte, die ihnen schon ihre Heimat geraubt haben, jetzt auch in Deutschland ungehindert ausbreiten können.“

Pro NRW werde deshalb eine Initiative starten, die sich gegen die Aktivitäten der „Grauen Wölfe“ wehre: „Wir werden es nicht tatenlos hinnehmen, dass solche Gruppen unser Gastrecht in Deutschland missbrauchen.“

Es liegt auf der Hand, dass die Bochumer Bürger eine neue politische Stimme brauchen, die die Bochumer auch wirklich vertritt. Die Bürgerbewegung pro NRW wird neben der Petition gegen den Minarettbau in Bochum sich auch eindeutig gegen die „Grauen Wölfe“ positionieren. Die politische Alternative heißt für Bochum „pro NRW“.

„Die Ereignisse in den letzen Wochen haben gezeigt, dass Bochum unbedingt eine Alternative zu den verbrauchten Altparteien braucht. Pro NRW wird diese Alternative sein. Wir werden uns in Bochum aktiv für die Bürger einsetzen und zur nächsten Kommunalwahl Akzente für Bochum setzen. Denn wir sprechen die Themen an, die sonst keiner ansprechen will.“, erklärt der Bezirksvorsitzende Ruhrgebiet Kevin Hauer.