BGH-Richter heben Bewährung für Kölner Raser auf !
Aktuelles, Landesweit, Top-Themen / Freitag, 7.Juli.2017

BGH-Richter heben Bewährung für Kölner Raser auf !

Die zwei Raser aus Köln könnten nun doch wegen ihres Rennens mit tödlichem Ausgang ins Gefängnis kommen. Der Bundesgerichtshof hat jedenfalls ihre Bewährungsstrafen gekippt. Im Jahre 2015 rasten zwei damals 21 – und 22 jährige mit 99 km/h durch Köln-Deutz. Sie lieferten sich ein spontanes Rennen, dass eine 19 jährige völlig unbeteiligte Studentin mit ihrem Leben bezahlte. Die Kölner Richter verurteilten im Stil der bekannten Kölner Kuscheljustiz ursprünglich den Fahrer des Unfallwagens zu zwei Jahren und den zweiten Raser zu einem Jahr und neun Monaten Haft, jeweils zur Bewährung. Nun wurden die verhängten Bewährungsstrafen, aufgrund der Revision seitens der Staatsanwaltschaft, durch den BGH aufgehoben. Haftstrafen, und damit eine aktenkundige Vorstrafe, die auszugsweise im polizeilichen Führungszeugnis erscheint, stehen jetzt im Raum.

PRO NRW begrüßt ausdrücklich die bahnbrechende BGH-Entscheidung. Wir meinen, wer mit fast 100 Stundenkilometern, sich mitten in Köln ein Autorennen liefert, muss damit rechnen, dass jemand verletzt oder gar getötet werden kann. Die mindestens grobfahrlässig in Kauf genommene Tötung kann korrekterweise nicht mit einer Bewährungsstrafe geahndet werden. Zumal sich einer der Täter mehr um die Felgen seines Unfallfahrzeuges sorgte, als um das Schicksal der vor seinen Augen sterbenden Studentin. Es muss alles getan werden, dass zukünftig illegale Autorennen in unseren Innenstädten verhindert werden. Unser Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden der getöteten Studentin.

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