Aktuelles / Donnerstag, 7.April.2011

Bergheim: Pro-NRW-Effekt in Problemviertel Süd-West

Seit Monaten herrschen rund um das Seniorenwohnhaus Meißener Str. 1-3 im Bergheimer Stadtteil unhaltbare Zustände. Anwohner berichten von Ruhestörungen in der Mittagszeit und vor allem in den Nachtstunden durch Jugendliche, die sich in den Anlagen und auf den Spielgeräten in Bergheim Süd-West herumtreiben, Alkohol konsumieren und die Anlagen als Abort benutzen. Von Ruhestörungen durch Eltern mit ihren Kindern, die nach ihrer „heimischen Sitte“ des Sommers bis spät abends die Sitzplätze und Grünanlagen vor den Schlafzimmerfenstern der Häuser bevölkern. Zu bestimmten Zeiten würden sich auf den Freisitzen vor dem Wohnhaus und auf dem angrenzenden Spielplatz schon mal mehr als hundert Personen versammeln!

Auf schriftliche Anfrage des pro-NRW Fraktionsvorsitzenden Jürgen Hintz vom 10.02.2011, welche Maßnahmen seitens der Stadt unternommen werden, um diese Missstände zu beseitigen und wann mit diesen Maßnahmen zu rechnen sei, antwortete die Verwaltung damals wie folgt:   

(…) Die Behauptung des Anfragestellers, auf dem Spielplatz sei es immer wieder zu Lärmbelästigung, Verunreinigungen und Bedrohung gegenüber Anwohnern gekommen, können seitens der Verwaltung, insbesondere in der geschilderten Dramatik nicht nachvollzogen werden. (…)

 

Ein „unanständigen Antrag“ nannte CDU Fraktionsvorsitzender Johannes Hübner den Antrag von pro NRW seinerzeit, als pro NRW beantragte, notfalls den Spielplatz oder einige Spielgeräte  zu verlegen, sollten Polizei und Ordnungsamt die katastrophalen Zustände nicht in den Griff bekommen. Großer Beifall für Hübner, besonders von der CDU, FDP und BMA. Das nun gerade diese CDU einen Antrag stellt, dass 10.000 Euro im Haushalt zu Verfügung gestellt werden, um damit einen privaten Sicherheitsdienst zu beauftragen, der vor Ort für Ordnung sorgt, ist daher schon mehr als verwunderlich. FDP-Chef Alfred Friedrich klagt nun sogar, „dass eine Menge Geld in das Quartier geflossen sei und man habe sich viel Mühe gegeben. In den Köpfen der Menschen sei offenbar zu wenig angekommen.“

Die Bergheimer Fraktion pro NRW begrüßt und unterstützt den Antrag der CDU – zumindest scheint dort etwas in den Köpfen angekommen zu sein. Waren sich doch noch vor einigen Wochen alle Fraktionen (außer pro NRW) sowie Verwaltung einig, dass es überhaupt keine gravierenden Probleme gäbe. Anwohnern und pro NRW warf  man parteiübergreifend Übertreibung vor.

Dass die SPD das Geld lieber für einen Sozialarbeiter ausgeben möchte, ist bei deren Gutmenschlichkeit mehr als verständlich, aber wenig hilfreich. Gibt es doch bereits im sozialen Brennpunkt Bergheim-Südwest ein ganzes Team von Sozialarbeitern, Streetworkern und Integrationslotsen, die anscheinend keine wesentliche Verbesserung vor Ort herbeiführen können.

Jürgen Hintz

Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Hintz:

„Es bleibt also festzuhalten: Dank der Aufklärungs- und Ratsarbeit von Pro NRW ist nun ein Thema auf der politischen Tagesordnung, was vorher von der Stadtspitze und den etablierten Parteien verleugnet wurde. Nur dem Pro-NRW-Effekt – also dem Tätigwerden von Altparteien und Verwaltung nach entsprechen Vorstößen von Pro NRW – ist es zu verdanken, dass sich jetzt endlich etwas tun soll in Süd-West. Wir bleiben an diesem Thema dran und werden die Öffentlichkeit weiter darüber aufklären. Denn es hat sich gezeigt, dass Pro NRW die einzige Fraktion ist, die auch heikle Themen endlich einmal offen anspricht und auf die Tagesoerdnung bringt!“

Mehr zur Arbeit von Pro NRW in Bergheim und dem Rhein-Erft-Kreis finden Sie unter

http://www.pro-rhein-erft-kreis.de/