Aktuelles / Mittwoch, 27.Februar.2013

Beisicht: Fleischmafia ist Ursache des deutschen Lebensmittelskandals!

PRO NRW fordert von der nordrhein-westfälischen Landesregierung endlich im Interesse des Verbraucherschutzes die wahren Ursachen der ständigen Lebensmittelskandale in Deutschland zu benennen und die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Nach jedem neuen Lebensmittelskandal kündigen die Altparteien strengere Kontrollen und härtere Strafen an. Dann passiert nicht mehr viel. Die etablierte Politik schafft es nicht einmal, die Betrüger öffentlich zu benennen, weil die Beweissicherung noch nicht vollständig abgeschlossen sei und die Lebensmittelbetrüger damit drohen, gegebenenfalls Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe zu stellen.

Markus Beisicht

Insgesamt steht die Politik dem teilweise kriminellen Treiben der Fleischmafia hilflos entgegen. Zum Versagen der etablierten Politik im jüngsten Lebensmittelskandal erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel. Dem kriminellen Treiben der internationalen Fleischmafia kann nur durch eine Stärkung regionaler, mittelständig bäuerlicher Strukturen entgegengewirkt werden. Wenn der Verbraucher wieder diverse Möglichkeiten hat, beim Bauern, Metzger, Bäcker oder Lebensmittelhändler einzukaufen, der primär Produkte aus der Region verkauft, umso geringer werden dann die Marktanteile der internationalen Fleisch- und Lebensmittelbranche, in der in wesentlichen Teilen mafiöse Züge herrschen.

Leider ist der Lobbyeinfluss der internationalen Fleisch- und Lebensmittelbranche auf die etablierte Politik so stark, dass von den Altparteien seit Jahren genau der gegenteilige Weg bestritten wird; die kleinen Strukturen vom Bauernhof bis zum Metzger, dem kleinen Schlachthof und der kleinen Molkerei werden gezielt aus dem Markt gedrängt, um die Marktanteile der internationalen Fleisch- und Lebensmittelbranche auszubauen und Monopolstrukturen zu errichten. Hier muss von der Politik Abhilfe geschaffen werden. Wir brauchen in NRW eine gesunde Mischung aus sauberen Großstrukturen, welche auch weltweit Märkte bedienen können und regionalen Strukturen, welche primär die Versorgung vor Ort bedienen können. „