Aktuelles / Montag, 21.Februar.2011

Auf nach Düsseldorf!

Interview mit dem pro-NRW-Vorsitzenden Rechtsanwalt Markus Beisicht zur pro-NRW-Protestkundgebung gegen Erdogan:

„Am Sonntag, dem 27. Februar gehen Sie gemeinsam mit vielen Mitstreitern in Düsseldorf vor dem ISS-Dom, Theodorstr. 281 auf die Straße, um gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zu protestieren. Sie planen einen „herzlichen Empfang“ für den türkischen Ministerpräsidenten. Was bezwecken Sie mit dieser Protestkundgebung?“

Beisicht: „Für mich stellt der fragwürdige Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Düsseldorf eine unerhörte Provokation dar. Der islamistische Politiker beabsichtigt am 27. Februar im ISS-Dom, wie vor 3 Jahren in Köln, wieder vor Zigtausend seiner eigentlich ehemaligen Landsleute zu sprechen. Es wird an Hinweisen, dass „Assimilation ein Verbrechen“ sei und dass man durch einen deutschen Zweitpass Macht im politischen Leben in der Bundesrepublik ausüben kann, auch diesmal sicher nicht fehlen.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

Noch eine weitere türkisch-nationalistische Propagandaveranstaltung Erdogans in NRW brauchen und wollen wir nicht. Er hetzt die Versammlungsbesucher gegen die authochthone Mehrheitsgesellschaft auf und stellt weitere Forderungen an das Gastgeberland. Der Wolf im Schafspelz Erdogan verteidigt türkische Parallelgesellschaften, negiert die Integration und ruft indirekt zum „Osmanischen Reich Europa“ auf. Hiergegen ist eine Gegendemo erste Bürgerpflicht.

Wir sind nicht bereit, erneut integrationsfeindliche Entgleisungen des islamistischen Politikers kommentarlos hinzunehmen. Erdogan tritt wie ein Eroberer auf und er möchte türkische islamistische Parallelgesellschaften überall in Deutschland verfestigen. Hiergegen wird pro NRW öffentlichkeitswirksam demonstrieren. Dies mag politisch inkorrekt sein, es ist aber dringend notwendig.“

„Bei seinem damaligen Auftritt in Köln sagte Erdogan wörtlich: „Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Wie bewerten Sie diese Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan?“

Beisicht: „Diese Aussage konterkariert sämtliche Integrationsbemühungen in der Bundesrepublik. Wir erwarten von den Migranten, dass sie unsere Sprache erlernen, unsere Gesetze akzeptieren und sich letztlich der Mehrheitsbevölkerung gegenüber anpassen. Jahrzehntelang ignorierten oder verharmlosten die Altparteien die Probleme einen fehlenden Integrationswillen unter den 4 Millionen muslimischer Zuwanderer in Deutschland.

Hierbei geht nicht in toto um die „Migranten oder „die Türken“, sondern um die Migranten, die sich der notwendigen Integration entziehen. Nun kommt der türkische Ministerpräsident und sagt vor Zigtausenden Zuhörern der vernünftigen Integration bzw. auch einer notwendigen Assimilierung den politischen Kampf an.

Hier können wir als Demokraten nicht schweigen. Phänomene, wie Abschottung, Ghettoisierung, Radikalisierung, Bildungsmisere, Zwangsehen und Ehrenmorde dürfen nicht verniedlicht oder ignoriert werden. Die politische Klasse mag sich nachwievor im Multi-Kulti-Rausch oder vom schönen „Miteinander der Kulturen“ besuhlen. Wir hingegen beklagen zu Recht die mangelnde Integrationsbereitschaft vieler muslimischer Migranten. Wir nehmen auch nicht kommentarlos hin, dass Erdogan durch seine nationalistischen bzw. islamistischen Ausfälle den Bemühungen um eine vernünftige Integration von muslimischen Migranten einen Bärendienst erweisen wird.“

„Wie ist denn die bisherige Resonanz auf den Demoaufruf?“

Beisicht: „Es ist schon bezeichnend, dass nach den verbalen, integrationsfeindlichen Entgleisungen Recep Erdogans 2008 in Köln, niemand außer pro NRW gegen diesen erneuten Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen auf die Straße geht. Seit der Demoankündigung haben wir eine Menge Zuspruch erhalten. Bei dieser Demo zeigt sich auch mal wieder das altbekannte Verhaltensmuster: Wenn sich eine Partei traut, zur Migrantenproblematik eine Meinung zu äußern, die nicht dem politisch korrekten linken Deutungsstandard entspricht, wird diese Partei von den Blockwarten der Political Correctness stigmatisiert und diffamiert. Wir weichen jedoch nicht vor der seit Jahrzehnten die öffentliche Meinung bestimmenden „politischen Korrektheit“ zurück.

Stattdessen gehen wir als engagierte grundgesetzkonforme Demokraten am Sonntag in Düsseldorf auf die Straße und bereiten Erdogan den ihm gebührenden „herzlichen Empfang“.

Die Kundgebung beginnt am Sonntag, dem 27. Februar 2011 um 17.00 Uhr vor dem ISS-Dom, Theodorstr. 281, 40472 Düsseldorf.“