Aktuelles / Montag, 21.Dezember.2015

Auf in den NRW-Landtagswahlkampf 2017 – Interview mit dem PRO-NRW-Vorsitzenden

Zum Verlauf des PRO-NRW-Parteitages am vergangenen Freitag haben wir ein Interview mit dem Parteivorsitzenden Markus Beisicht geführt:

Herr Beisicht, PRO NRW scheint rechtzeitig wieder Tritt gefaßt zu haben und blickt auf einen erfolgreich verlaufenen Parteitag zurück. Stellt dieser Parteitag tatsächlich ein Aufbruchsignal dar?

Das Jahr 2015 war sicher für die gesamte Partei ein außerordentlich schwieriges Jahr. Um so erstaunlicher waren daher die sehr guten Wahlergebnisse vom 13. September. So ist es uns in Leverkusen gelungen, mit stadtweit 6,5 % das landesweit mit Abstand beste Wahlergebnis einer rechten Partei in NRW zu erzielen. Auch in Essen erkämpfte der dortige Kreisverband ein hervorragendes Wahlergebnis mit stadtweit knapp 4 %. Dort wurden in einigen Problembezirken des Essener Nordens teilweise zweistellige Wahlergebnisse erkämpft. Das PRO NRW-Wahlergebnis hatte in der Folgezeit bei unseren politischen Gegnern in Essen eine Art Schockstarre ausgelöst. Ähnlich verhielt sich die politische Klasse in Leverkusen. Der abgewählte ehemalige Oberbürgermeister Buchhorn (CDU) äußerte noch in der Wahlnacht, völlig fassungslos  zu sein, daß in Leverkusen fast 7 % der Bürger PRO NRW gewählt haben.

Trotz dieser überraschenden Wahlerfolge war das Jahr 2015 geprägt von Abspaltungen, Erpressungen, Zersetzungen und üblen Intrigen. Vertrauliche Interna wurden über Monate hinweg dem politischen Gegner zugespielt – mit dem Ziel, die Partei zu zerstören. Da weder salafistische Mordkommandos noch Lügenpresse und der sogenannte „Verfassungsschutz“ es geschafft hatten, der Partei den politischen Garaus zu machen, sollte sie nun in einer länger geplanten, ferngesteuerten Aktion von innen zersetzt und zerlegt werden. Über unsere Funktionäre, einschließlich meiner Person, wurde kübelartig Schmutz ausgeschüttet. Man wollte uns regelrecht zur Aufgabe zwingen. Es hat in diesem Jahr sicher auch Phasen gegeben, wo ich mich persönlich gefragt habe, warum ich mir das alles antue.

Aber gerade in Krisenzeiten zeigte sich auch, auf wen man sich verlassen kann. Unsere Kernmannschaft ist noch enger zusammengerückt und hat allen Widrigkeiten getrotzt und die Partei letztendlich erfolgreich in die OB-Wahlen vom 13. September geführt. Einige wenige haben ihr Herz in die Hand genommen und haben sich von niemandem beirren lassen und haben letztendlich dafür gesorgt, daß die Partei mit einer ausreichenden politischen Perspektive überlebt. Letztendlich ist der Versuch, die Partei von innen zu zerstören, an unserem gemeinsamen Widerstand und unserer Geschlossenheit gescheitert. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) muß sich also auch in den kommenden Jahren mit den „bösen Nazis in Nadelstreifenanzügen“ herumschlagen. Und das ist sicher gut so! Wir haben uns auf unserem außerordentlichen Parteitag in Leverkusen am 18. Dezember personell neu aufgestellt. Die neue Mannschaft besteht aus vielen langjährig bewährten Funktionären, aber auch aus vielen unverbrauchten, hoch motivierten und engagierten neuen Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Überhaupt verläuft die Mitgliederentwicklung seit September wieder in die richtige Richtung. Ich bin davon überzeugt, daß wir mit unserer erneuerten Mannschaft nun hochmotiviert in Richtung Landtagswahl 2017 marschieren. Es gilt, unser Wahlergebnis von 1,5 % zu verteidigen und auszubauen.

Sehen Sie denn in NRW eine realistische Perspektive für PRO NRW angesichts einer sich derzeit im Umfragehoch befindlichen AfD?

Wir brauchen sicher keine Angst vor Herrn Pretzell und seiner zerstrittenen Truppe zu haben. Die Oberbürgermeisterwahlergebnisse vom 13. September zeigen, daß wir uns in Nordrhein-Westfalen vor niemanden zu fürchten brauchen. Die NRW-AfD hat in vielen Kommunen den verhängnisvollen Asylkurs der Altparteien unterstützt, um politisch nicht stigmatisiert zu werden. In vielen Kommunalparlamenten haben sich die AfD-Vertreter letztendlich zu einem Wurmfortsatz der Altparteien entwickelt. Unzählige Fraktionen haben sich zudem im Streit regelrecht zerlegt.

Statt fundamentale Opposition zu betreiben, wollte man lieber an den Lachs-Häppchen-Empfängen der Altparteien partizipieren und auf gar keinen Fall ausgegrenzt werden. Mit einem konsequenten Wahlkampf gegen den Asylmißbrauch, gegen die schleichende Islamisierung und Überfremdung kann die Partei im Jahr 2017 auch gegenüber der AfD ausreichend punkten. Die Bürger wollen letztendlich keinen Juniorpartner der Altparteien, sondern eine fundamentale freiheitliche Opposition im Stile des französischen Front National.

Wir werden uns in dem kommenden Monaten mit vielfältigen öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Kampagnen ausreichend bemerkbar machen und die mediale Schweigespirale durchbrechen. Wer uns abschreibt, der wird im Frühsommer des Jahres 2017 eine böse Überraschung erleben. Monat für Monat kommt derzeit die Einwohnerschaft einer Großstadt als Asylbewerber nach Deutschland. Zumeist unkontrolliert und regellos. Hiergegen gilt es, endlich erfolgreich Widerstand zu leisten. Nur ein Prozent sind echt politisch Verfolgte und werden als asylberechtigt anerkannt. Ein Drittel erhält den sogenannten Flüchtlingsstatus im Sinne der Genfer Konvention oder großzügig gewährten Abschiebeschutz. Der Rest besteht aus nichts anderem als illegalen Einwanderern. Mehr als zwei Drittel der Asylbewerber sind Muslime, Tendenz steigend. Tag für Tag läßt sich derzeit eine muslimische Stadt neu in Nordrhein-Westfalen nieder. Es besteht daher die Gefahr, daß wir die Verfolgung von Christen importieren sowie Scharia und Zwangsehen fördern. Es ist unsere historische Aufgabe, diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen. Wir haben sehr wohl ein legitimes Recht, unsere Identität zu verteidigen. Wir können nicht das Sozialamt für die gesamte Welt sein. Die massenhafte Einwanderung in unsere sozialen Sicherungssysteme muss endlich gestoppt werden. Es gibt also für uns in den kommenden Jahren einiges zu tun!

Auffallend beim Parteitag vom 18. Dezember waren die Geschlossenheit und die insgesamt sehr positive Stimmung. War das nur eine Momentaufnahme oder hat die Partei tatsächlich die richtigen Konsequenzen aus Fehlern der Vergangenheit gezogen?

Auch ich war von der absolut positiven Grundstimmung auf dem Parteitag sehr angetan. Unsere Mitglieder und unsere Funktionäre haben ein sehr feines Gespür für unsere Lage. Wir werden jetzt die neu gewählten Vorstandsmitglieder schnellstmöglich in die Vorstandsarbeit zu integrieren haben, um dann gemeinsam politische Handlungsanleitungen für das kommende Jahre einvernehmlich zu entwickeln. Insgesamt herrscht bei PRO NRW wieder ein Geist des Aufbruchs. Die Partei will wieder, wie zu Gründungszeiten, richtig angreifen. Allen Funktionären ist der Ernst der Lage bewußt. Gemeinsam wollen wir kollegial und nachhaltig eine demokratische Rechtspartei im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland mittelfristig parlamentarisch verankern. Getreu unserem Wahlspruch: Wer kämpft, kann verlieren! Wer nicht kämpft, der hat schon verloren! Wir wollen kämpfen!