Aktuelles / Mittwoch, 17.Oktober.2012

Asylbewerberzahlen steigen: NRW-Städte hoffnungslos überlastet

Die Plätze für Wirtschaftsflüchtlinge in NRW werden langsam knapp. Die Aufnahmestellen und Asylbewerberheime sind völlig überfüllt. Tag für Tag erreichen neue Wirtschaftsflüchtlinge das Land. Die Rot-grüne Landesregierung lässt viele Kommunen mit diesem Problem alleine. Ein Großteil der Wirtschaftsflüchtlinge, die Asyl beantragen, kommen aus dem ehemaligen Jugoslawien, das allerdings als sicher gilt. Experten vermuten vor allem bei den Balkan-Flüchtlingen die hohen deutschen Sozialleistungen für Asylbewerber und Krisenflüchtlinge als möglichen Anreiz zur Reise nach Deutschland.

Dabei gibt es mehr Asylbewerber als Unterkünfte. Die zentrale Anlaufstelle in Dortmund ist überfüllt. Jetzt mussten sogar als Asylbewerber getarnte Wirtschaftsflüchtlinge in einer Kölner Turnhalle untergebracht werden. Dort mussten kurzfristig Asylbewerber, zumeist Roma, aus der überfüllten Anlaufstelle in Dortmund unterkommen. Hierzu erklärt der Pro-NRW- und PRO-Köln-Vorsitzende Markus Beisicht:

Die rasant steigende Zahl von Asylbewerbern aus Serbien und Mazedonien stellt die deutschen Behörden vor große Probleme. Die Anerkennungsquote liegt defacto bei 0 %. Es handelt sich demzufolge fast ausschließlich um Wirtschaftsflüchtlinge, die das Grundrecht auf Asyl missbrauchen.

Derzeit erhält ein alleinstehender erwachsener Asylbewerber bei einer durchschnittlichen Verfahrensdauer von 2 Monaten ohne Rechtsbehelfsverfahren rund 700,00 € + Heimfahrtkosten, ohne das ein berechtigtes Asylbegehren besteht. Pro NRW fordert daher eine schnellere Verfahrensbearbeitung und eine zügige Ausreise der Asylbewerber aus beiden Ländern bis es zu einer Aussetzung der Visafreiheit kommt.