Aktuelles / Donnerstag, 7.Oktober.2010

Arbeitsminister Schneider auf dem Holzweg

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider hat sich jetzt mit dem Thema Berufsausbildung und einem ewig beschworenen drohenden Fachkräftemangel beschäftigt. In seinen Gesprächen mit Vertretern von Wirtschaft und Handwerk stellte der Minister zwei Forderungen auf: In den Schulen solle „intensiver für die Ausbildung geworben und auf Integration gesetzt werden“, denn „auch bisher benachteiligte Jugendliche, insbesondere Migranten müssen einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen.“

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener kritisierte diesen politischen Ansatz. Er greife, so der Politologe zu kurz. Immer wieder werde ausgeblendet, dass Integration eine Bringschuld sei. Außerdem müsse die Akademisierung der Ausbildung beendet werden, wenn man wirklich wieder motivierte Schüler haben wolle:

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

„Man kann es langsam nicht mehr hören. Jeder Schul- und Berufsversager, der noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch pünktlich erscheinen kann oder nicht der deutschen Sprache mächtig ist, wird als Opfer dargestellt, um das man sich besonders zu kümmern habe. Gruppen, die sich für benachteiligt halten, brauchen jedoch keinen besseren Zugang zum Ausbildungsmarkt. Sie müssen selbst genügend Ehrgeiz und Fleiß entwickeln, um sich für das Leben fit zu machen. Mit sozialpädagogischer Wattebällchen-Pädagogik wird man da nicht weiter kommen.

Die Politik hat schließlich dafür zu sorgen, dass Migranten gezwungen werden, die deutsche Sprache zu lernen und sich an kulturelle Spielregeln zu halten. Ansonsten sind sie hier nicht willkommen. Kulturelle Parallelräume, gegen die unsere Bürgerbewegung jetzt am Samstag in Mönchengladbach demonstrieren wird, tragen ebenfalls dazu bei, dass Fremde in diesem Land fremd bleiben. Wir müssen endlich als deutsche Mehrheitskultur deutlich sagen, was wir wollen.

Schließlich, wenn der Arbeitsminister wieder für die normale Ausbildung werben will, dann muss er erstmal von seiner sozialistischen Zwangsvorstellung herunterkommen, dass man nur mit Abitur aufwärts ein ernstzunehmender Mensch ist. Wenn das so weiter geht, dann benötigen wir demnächst noch für den Friseurberuf ein entsprechend wertloses Masterdiplom. 70 % der NRW-Abiturienten studieren sowieso nicht, wie wir jetzt erfahren haben.

Pro NRW setzt deshalb auf eine begabungsrerechte Förderung durch die Beibehaltung des gegliederten Schulwesens. An der Hauptschule muss endlich wieder ein Basiswissen für einfache Handwerkerberufe vermittelt werden, an der Realschule müssen größere Potentiale erschlossen werden. Und das Gymnasium hat wieder ein Ort der Eliteförderung zu sein. In allen Bereichen aber bedarf es hauptsächlich der eigenen Leistungsbereitschaft und nicht der Vormundschaft von desorientierten linken Sozialpädagogen.“