Aktuelles / Mittwoch, 19.Januar.2011

Angela Merkel und Erich Honecker

Bundeskanzlerin Angela Merkel kann ganz offensichtlich doch nicht ganz ihre FDJ-Vergangenheit verleugnen. Wenn man sich die Erklärungen der Kanzlerin zum Euro anhöre, so Judith Wolter (Pro NRW), müsse man sich schon allmählich an Erich Honeckers „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ erinnern.

Einem deutschen Nachrichtenmagazin gegenüber hatte Angela Merkel jetzt erklärt: „Es gibt keine Rückkehr zur D-Mark“. Auch eine Aufspaltung der Eurozone in einen harten Norden und einen weichen Süden lehne sie ab. So schwarz-weiß seien die Verhältnisse in Europa auch nicht. Deutschland werde „auch weiter das Notwendige tun, um einen stabilen Euro zu garantieren.“ Die Kanzlerin nehme die Sorgen der Menschen ums Geld sehr ernst, sei aber davon überzeugt, „dass wir in Deutschland das alles bewältigen können.“

Judith Wolter

„Das hat etwas von Gesundbeten, was Frau Merkel da erzählt. Dass man aber mit Propagandafloskeln keine Probleme löst, das hat die ehemalige FDJ-Propagandistin doch schon einmal erfahren müssen. In einem hat die Kanzlerin allerdings recht: Wenn die Bundesregierung weiterhin für bankrotte EU-Staaten die Milliarden aus dem Fenster wirft, dann werden in Europa die Verhältnisse tatsächlich bald nicht mehr schwarz-weiß sein, sondern vornehmlich schwarz“, so Judith Wolter.

Wenn die CDU die Sorgen der Menschen ums Geld wirklich ernst nähme, dann würde Angela Merkel nicht nur Leerformeln absondern, sondern sie müsse sich der Forderung der Pro-Bewegung nach Wiedereinführung der D-Mark anschließen: „Die Überzeugung der Kanzlerin, dass wir in Deutschland alles bewältigen könnten, klingt wie eine Drohung: Die Bürger sollen demnach sinnlose Militäreinsätze in aller Welt bewältigen, Masseneinwanderung in die Sozialsysteme und den Unterhalt bankrotter EU-Partner.

Es wird Zeit, dass eine starke freiheitliche Opposition der Kanzlerin sagt: Wir Deutschen wollen aber nicht mehr alles bewältigen, weil die Altparteien unser Land inzwischen so heruntergewirtschaftet haben, dass es jetzt erstmal um unsere eigene Existenz geht.“