Aktuelles / Freitag, 9.März.2012

Als Feuer vom Himmel fiel

Am 31. Mai dieses Jahres jährt sich zum 70. Mal das als 1000-Bomber-Angriff in die Kriegsgeschichte eingegangene Flächenbombardement der Domstadt Köln durch die Royal Air Force. Die Zerstörungen dieses ersten 1000-Bomber-Angriffs im Zweiten Weltkrieg waren erheblich, das der Zivilbevölkerung zugefügte Leid entsetzlich. 469 Menschen ließen bei dem Angriff ihr Leben und 5027 wurden zum Teil schwer verwundet. Infolge der Zerstörung von über 13 000 Wohngebäuden wurden 45 132 Menschen obdachlos. Noch heute gilt dieser Angriff als einer der schwersten in der Geschichte der Luftkriegsführung während des II. Weltkriegs.

Aus Anlass des Jahrestages dieses schrecklichen Ereignisses hat die Fraktion PRO KÖLN für die Ratssitzung am 27. März einen Antrag eingebracht, in dem sie die Verwaltung bittet, aus Anlass des 70. Jahrestages des Tausend-Bomber-Angriffs in diesem Jahr eine zentrale Gedenkveranstaltung durchzuführen und diese in den Folgejahren an jedem 31. Mai zu wiederholen. Ferner wird die Verwaltung in dem Antrag aufgefordert, die Ausstellung „KÖLN – FEUER, SCHUTT UND ASCHE“, die noch bis zum 27. April im Kölner Landgericht zu sehen ist, im Anschluss für die Dauer von zwei Monaten im Rathaus der Öffentlichkeit zu zeigen.

In der Begründung des Antrages heißt es hierzu: „Die Opfer, die das völkerrechtswidrige alliierte Flächenbombardement forderte, sind unvergessen. Es gilt, ihnen ein ehrendes Andenken zu bewahren. Rat und Verwaltung sind hier besonders in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen. Mit einer zentralen und jährlich wiederkehrenden Gedenkveranstaltung ist es möglich, diesen Tag des unermesslichen Leides für unsere Stadt und unsere Bürger fester im Geschichtsbewusstsein zu verankern.“

Lesen Sie hier den Antrag im Volltext.