AfD keine Alternative für Deutschland!
Aktuelles, Landesweit, Top-Themen / Mittwoch, 28.Juni.2017

AfD keine Alternative für Deutschland!

Die türkische Tageszeitung „Hürriyet“ macht bekanntlich jeden Tag mit der Forderung „Die Türkei den Türken!“ auf der Titelseite auf und natürlich stört sich hieran niemand. Wem sollte dann Deutschland gehören, wenn nicht den Deutschen?

Der Parteivorstand der AfD bewertet jedoch die Dinge völlig anders. Dort wurde jetzt dem Fraktionschef von Sachsen-Anhalt AndréPoggenburg für die in einer WhatsApp-Gruppe unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesprochene Losung „Deutschland den Deutschen“ einstimmig eine Rüge erteilt.

Auch in NRW ereignete sich im Vorfeld der Wahl von Armin Laschetzum Ministerpräsidenten im nordrhein-westfälischen Landtag seitens der AfD sonderbares. Bei einer Probeabstimmung am Dienstag stimmten 14 von 16 AfD-Landtagsabgeordneten für „Türken-Armin“ einem MultiKulti-Überzeugungstäter als neuen Ministerpräsidenten. Auf Druck der Basis machte man dann letztendlich bei der Abstimmung den Stimmzettel ungültig. Peinlicher geht es kaum noch. Man will halt so schnell als irgend möglich koalitionsfähig werden.

Die Vorgänge haben aber auch ein Gutes! Sie öffnen vielen Patrioten die Augen, verstören und empören viele Gutwillige, die bislang all ihre Hoffnung auf die offensichtlich politisch gewollte AfD setzten.Es gärt schon seit längerem. Es sei auch daran erinnert, wie BjörnHöcke ein offensichtlich überschätzter „Hoffnungsträger“ der Partei nach seiner Dresdner Rede regelrecht eingeknickt ist und sich sogarhierfür entschuldigt hat. Inzwischen ist er in der politischen Versenkung verschwunden. Von Höcke hört man kaum noch etwas.

Die Umfragewerte befinden sich seit Wochen im Sinkflug und der innerparteiliche Frust wächst. Lediglich der Bundestag als Futtertrog in Sichtweite hält den AfD-Zug noch etwas unter Dampf. Man sollte diese Partei in Ruhe und leidenschaftslos aus der Ferne weiter beobachten. Letztendlich ist es völlig egal, ob die Partei mit ihrem derzeitigen realpolitischen Kandidaten-Tableau mit 6% oder 7% in den Bundestag einzieht. Bei den vorderen Kandidaten handelt es sich unisono um größtenteils stromlinienförmige Altlasten der etablierten Parteien, von denen die Bürger im Bundestag sicher nicht viel zu erwarten haben. Das AfD-Experiment mag seine Berechtigung gehabt haben, als noch ein Fünkchen Hoffnung bestand, die Partei werde sich nach einem erfolgreichen Bundestagseinzug zu einer wirklichen Dachorganisation aller politikfähigen deutschen Patrioten entwickeln und sich öffnen. Davon ist die AfD in NRW heute weiter entfernt denn je. Sie achtet peinlichst und politisch korrekt darauf, dass Neuzugänge nur von den etablierten Parteien bis hin zu ehemaligen Grünen-Funktionären kommen. Eine AfD-Landtagsabgeordnete aus Köln wurde gar in der SED-Nachfolgepartei PDS politisch sozialisiert. Schließlich gibt es noch die offizielle vom AfD-Vorstand regelmäßig aktualisierte sogenannte Unvereinbarkeitsliste, die inzwischen mehrere hundert „unerwünschte“ Organisationen umfasst.

Offensichtlich hat die AfD große Angst vor Patrioten, die schon lange vor ihr gegen Überfremdung, schleichende Islamisierung und für Recht und Ordnung auf die Straße gegangen sind. Der Umgang der AfD mit Patrioten unterscheidet sich in keiner Weise vom Umgang der Altparteien mit rechten und islamkritischen Parteien und Bürgerbewegungen. Bei der derzeitigen Zusammensetzung der AfD wird es sehr wahrscheinlich sein, dass diese auch im Bundestag den Kampf gegen Rechts gemeinsam mit den Altparteien ungebrochen fortsetzen wird. Schon wird innerhalb der AfD von einer neuen Spaltung gesprochen, dieses Mal in Realos und fundamentaloppositionelle Patrioten oder Rechte. Sollte daraus eine neue Kraft hervorgehen, die sich als ernstzunehmendes patriotisches Sammelbecken versteht und endlich eine längst überfällige Sammlung aller politikfähigen patriotischen Kräfte voranbringt, hätte eine solche Entwicklung einen gewissen Charme. Patrioten jenseits des politischen Narrensaums außerhalb der AfD sollten sich daher vernetzen, ihre Kräfte bündeln, gemeinsam an der Etablierung einer patriotischen und freiheitlichen Dachorganisation arbeiten.

Die AfD ist derzeit keine Alternative, sicher keine für Deutschland. Deren Einzug in den Bundestag können sich Patrioten nicht mit guten Gewissen wünschen. Wir würden in Berlin keine neue fundamentale Oppositionsplattform gegen die verbrauchten Altparteien bekommen, sondern alte Seilschaften würden lediglich durch neue ersetzt. Eine Mehrzahl der AfD-Parlamentarier würde in Probeabstimmungen wahrscheinlich sogar für Angela Merkel votieren.

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