Aktuelles / Donnerstag, 11.November.2010

Adolf Sauerland beschädigt das Ansehen von NRW

Die Personalie Adolf Sauerland ist längst nicht mehr nur eine städtische Angelegenheit. Dreieinhalb Monate nach der Loveparade-Tragödie hat der CDU-Politiker noch immer keine Verantwortung gezeigt. Trotz der traurigen Bilanz von 21 Toten sind weiterhin alle Verantwortlichen unbehelligt in Amt und Würden. Nicht einmal der Polizeibericht ist zugänglich. Das Ganze erinnert an die Ostblockstaaten, für die Michael Gorbatschow Glasnost und Perestroika, also Transparenz und Umgestaltung gefordert hatte.

Der Ketchupangriff eines wütenden Bürgers, und die Reaktion Sauerlands zeige, so Judith Wolter (pro NRW), dass das Ansehen des Oberbürgermeisteramtes inzwischen völlig ruiniert sei:

Rechtsanwältin Judith Wolter, Vorsitzende der Fraktion pro Köln

„Dass Sauerland auf eine Anzeige gegen einen erzürnten Bürger verzichtet hat, der ihn mit Ketchup bespritzt hatte, zeigt, dass der Oberbürgermeister solche Angriffe auf sich offenbar nachvollziehen kann. Das ist immerhin schon einmal etwas, denn es zeigt, dass Duisburgs Adolf inzwischen einsieht, das ein Bürger die Nerven verlieren kann, wenn er sieht, dass jemand Verantwortung für 21 Tote trägt und trotzdem ungerührt sein Amt weiterführt.

Die Nichtanzeige dokumentiert jedoch auch, dass das Ansehen des Amtes eines Bürgermeisters inzwischen völlig ruiniert ist. Sauerland ist zum Spottbild eines machtversessenen Kommunalpolitikers geworden, der an seinem Stuhl klebt. Damit beschädigt dieser Christdemokrat und mit ihm die Vertreter der Altparteien, die sich weigern ihn aus dem Amt zu jagen, das Ansehen des ganzen Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Bürgerbewegung pro NRW wird auch weiterhin nicht locker lassen in dem Bestreben, dass dieser Mann endlich in den Ruhestand befördert wird. Immer mehr Bürger der Ruhrstadt unterstützen uns in diesem Anliegen.“