Regional / Samstag, 10.August.2013

Aachen: Muslimische Friedhöfe – ein kritischer Zwischenruf

Unsere „rot- grüne“ Landesregierung möchte ab 2014 muslimische Organisationen und Einrichtungen legitimieren, eigene Friedhöfe betreiben zu können. So wie wir es von unseren Kirchen und Gemeinden kennen. Quasi durch die Hintertüre müssen dann die muslimischen Einrichtungen als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt werden.

Dies verhindern bislang bestehende Landesgesetze, die klar definieren, dass die islamischen Bestattungsvorschriften nicht im Einklang zum bestehenden Landesrecht stehen. Bei allem Respekt vor fremden Trauertraditionen vermisse ich im islamischen Bestreben um monoreligiöse Bestattungsriten wieder einmal die Bereitschaft, sich gesellschaftlich, auch über den Tod hinaus, anzupassen.

Es ist aus demografischer Sicht mit einem drastischen Anwachsen muslimischer Bestattungen zu rechnen. In Berlin z.B. war man bereits vor Jahren auf dem Friedhof am Columbiadamm an Kapazitätsgrenzen „freier Erde“ gestoßen. Dies liegt daran, dass nach islamischen Bestattungsvorschriften die „ewige Totenruhe“ verpflichtend ist und Exhumierungen, selbst nach Jahrzehnten, nicht zulässig sind. Ebenso verboten sind sogenannte „Mischlagen“, wonach es Muslimen strikt verboten ist, neben Christen oder Atheisten begraben zu werden.

Die Forderung nach „unberührter Erde“, also in gesichertem Abstand zu Christen, Juden oder Atheisten, die wegen ihrer devianten Glaubensrichtung als „unrein“ betrachtet werden, ist an Intoleranz und Integrationsverweigerung nicht mehr zu übertreffen. Im umgekehrten Fall würde man – und dies zu Recht- von öffentlich praktiziertem Rassismus sprechen.

Das Recht auf Menschenwürde und Religionsfreiheit unter Ausschluss jeglicher Diskriminierungen steht auch uns zu, den „Nicht-Muslimen“!

Gastbeitrag von Jürgen Hensgen