Aktuelles / Montag, 4.April.2011

Aachen: Großes Bürgerinteresse an Informationsveranstaltung von Pro NRW

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte der Aachener Kreisverband der Bürtgerbewegung Pro NRW zu einem abwechslungsreichen Informationsabend eingeladen. Rund 40 angemeldete Bürgerinnen und Bürger aus allen Aachener Stadtteilen nutzten den Abend, um sich über die neue Bürgerbewegung zu informieren, ihre eigenen Probleme aus den Stadtteilen vorzutragen und ausgesuchte Filmbeiträge (Titel, Thesen, Temperamente/ Spiegel TV, Phönix) anzuschauen.

Bemerkenswert war die Teilnahme von Interessensvertretern des Seniorenrats der Stadt Aachen, ehemals politisch engagierten Bürgern und einer Seniorengruppe aus dem Aachener Ostviertel. Verzweiflung und Frustration spiegelten sich in den Darstellungen der Seniorinnen, als sie von massiven Verschlechterungen ihrer Lebensqualität und negativen Lebensperspektiven in ihrem Ostviertel rund um das Bürgerzentrum St. Fronleichnam erzählten. Ursprünglich habe man sich noch im damaligen Pfarrheim treffen und miteinander reden können. Seitdem das Pfarrheim zum Bürgerzentrum umfunktioniert wurde, um einen sichtbaren Beitrag zur Annäherung verschiedener Kulturen und Religionen zu leisten, werde das Zentrum nur noch von türkisch- arabischen Gruppen und Vereinen genutzt. Eine Mitbenutzung sei nun endgültig ausgeschlossen, nicht erwünscht und der Pfarrer rede Ihnen zu, doch tolerant zu sein.

Die Seniorinnen betonten, dass sie im Ostviertel aufgewachsen seien und deshalb eine hohe Identifikation mit ihrem Viertel hätten. Doch keiner mehr, weder Pfarrer noch Politiker, würden ihre Interessen vertreten. Man habe Angst vor Kriminalität, einige Seniorinnen seien bereits auf offener Straße beraubt worden. In ihrem ehemaligen Treffpunkt Pfarrheim würde von morgens bis abends orientalische Musik abgespielt und die Belästigungen seien unerträglich geworden.

Das neue Bürgerzentrum, durch den Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff als „lebendiger Schatz“ ausgezeichnet, sei zum Hort einer homogen- orientalisch geprägten Bevölkerungsgruppe geworden. Einheimische seien unerwünscht und als alter Mensch sei man machtlos. Der Bischof habe es sicherlich gut gemeint, als er Weltoffenheit signalisierte und verschiedenste Kulturen zu einem interreligiösen Dialog einlud. Doch die Kultur- Gäste nahmen die Einladung wohl zu wörtlich und nun stünden die Einheimischen christlichen Glaubens außen vor. Ansprechen könne man das Problem nicht, da man ja nicht als „Nazi“ abgestempelt werden möchte. Heftig kritisiert wurden Pfarrer und ihre Kirchengemeinden, welche zwar über immer weniger Kirchenbesucher klagten, dies aber mit interreligiösen Aktionen kompensieren möchten.

So kann nach Ansicht der christlichen Restbevölkerung Kirche nicht bestehen, wenn Aachener Pfarrer sich in gutmenschlichen „Linksbündnissen der selbsternannten Anständigen“ einreihen, die Friedfertigkeit des Islam bezeugen und Christen ohnmächtig eine Statistenrolle in ihrem Stadtviertel einnehmen dürfen.

Wolfgang Palm, Aachener Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender

Konsens herrschte über absolute Verfassungstreue, dem Einstehen für die freiheitlich demokratische Grundordnung und somit auch für grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit. „Was ein Mensch glaubt ist seine eigene Sache und darf in keiner Weise eingeschränkt werden. Aber es muss Grenzen geben, wenn Religionsausübung im öffentlichen Raum nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar ist, gegen Gesetzesvorschriften verstößt, andere Religionsformen ablehnt oder gar Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden“, so der Aachener Kreisvorsitzende Wolfgang Palm in seinem Schlusswort.

Der Aachener Kreisvorstand von Pro NRW verabschiedete die Gäste mit dem Versprechen, sich gerne für die berechtigten Interessen der einheimischen Bevölkerung einzusetzen. Hierzu werden in Kürze Einwohnerfragen an den Oberbürgermeister Philipp und seinen Stadtrat formuliert und klare Aussagen eingefordert. Die nächste Veranstaltung von Pro NRW Aachen wird aufgrund der positiven Resonanz einen größeren Rahmen haben. Alle Teilnehmer sagten vorab zu, wieder erscheinen zu wollen.